Vösendorf

Update am 03. August 2016, 12:38

von APA Red

Tote Frau auf S1 aufgefunden: Identität geklärt?. Die Identität jener Frau, die am Samstag in den frühen Morgenstunden nahe der Anschlussstelle Laxenburger Straße auf der Wiener Außenring Schnellstraße (S1) im Gemeindegebiet von Vösendorf (Bezirk Mödling) tot aufgefunden wurde, scheint geklärt. Jedoch widersprechen sich Polizei und Staatsanwaltschaft.

Die Polizei bittet um Hinweise zu dem auffälligen Tattoo.  |  LPD NÖ

Gunda Ebhart von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt teilte am Mittwochvormittag auf Anfrage der APA mit, die Identität sei geklärt machte jedoch keine näheren Angaben.

Polizei: Nur "erste Ermittlungsansätze" hinsichtlich Identität

Die Ermittlungen laufen der Sprecherin zufolge vorerst in Richtung fahrlässige Tötung. Freilich müsse noch das Ergebnis der von der Staatsanwaltschaft angeordneten Obduktion abgewartet werden, das ausstand, fügte Ebhart hinzu.

Die Frau war auf der Richtungsfahrbahn Schwechat der S1 offensichtlich von mehreren Kfz überrollt worden (NÖN.at hatte berichtet, siehe unten), hatte die Polizei am Dienstag mitgeteilt. Die Anzeige in dem Fall an der Landesgrenze Niederösterreich-Wien war am Samstag gegen 1.45 Uhr erfolgt. Ein Notarzt konnte nur mehr den Tod der nach Polizeiangaben etwa 30-Jährigen feststellen.

 |  APA

Die NÖ Polizei sah allerdings, anders als die Staatsanwaltschaft, die Identität der toten Frau auf der S1 noch nicht geklärt. Es gebe zwar "erste Ermittlungsansätze seitens des Landeskriminalamtes", sagte Sprecher Johann Baumschlager zur APA. Es sei jedoch "noch zu früh, Ergebnisse zu präsentieren". Man bat in einer Aussendung um Hinweise anhand eines auffälligen Tattoos (siehe auch Foto oben).

Die von der Polizei als 30 bis 40 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß und korpulent beschriebene Frau war am Samstag in den frühen Morgenstunden auf der Richtungsfahrbahn Schwechat der S1 offensichtlich von mehreren Kfz überrollt worden. Mehrere Karosserieteile verschiedener Fahrzeugmarken seien aufgefunden worden.

NÖN.at hatte Dienstagmittag berichtet:

Vösendorf: Tote Frau auf S1 aufgefunden

Ein Leichenfund auf der Wiener Außenring Schnellstraße (S1) beschäftigt seit dem Wochenende niederösterreichische Kriminalisten.

Nächtlicher Einsatz mit traurigem Ausgang für Schwechats Notarztteam sowie eine Rettungsmannschaft aus Brunn: In der Nacht auf Samstag meldeten Autofahrer via Notruf eine leblose Person unmittelbar nach dem Knoten Vösendorf mitten auf der Fahrbahn der S1.

Obwohl die Einsatzkräfte binnen weniger Minuten am Unfallort auf Höhe Vorarlberger Allee waren und sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen begannen, konnte der Notarzt nur noch den Tod der Frau feststellen.

Nun ermittelt die Polizei, wie ein Beamter der zuständigen Autobahnpolizei zur NÖN sagt: „Eine Obduktion wurde angeordnet, mit deren Hilfe wir die Identität der Verstorbenen sowie mögliches Fremdverschulden überprüfen wollen.“

Derzeit könne dies nämlich weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Die auf der Richtungsfahrbahn Schwechat der S1 tot aufgefundene Frau war nach Polizeiangaben etwa 30 Jahre alt und 1,65 Meter groß. Sie wurde zudem als korpulent beschrieben.

Auffällig ist ein Tattoo auf der linken Wade. Es zeigt der Polizei zufolge einen Ozelot-Kopf.

Dokumente entdeckt

Die Landespolizeidirektion hat am Mittwochnachmittag ergänzend mitgeteilt, dass am Auffindungsort der toten Frau auf der S1 auch ein Dokument entdeckt worden sei, "das dem Opfer offenbar zugeordnet und dadurch die Identität bewiesen werden kann". Die restlose Klärung des Sachverhalts bzw. der Identität des Opfers sei im Gange.