Vösendorf

Erstellt am 10. August 2016, 07:59

von Christoph Dworak

FPÖ macht ernst. Vösendorf-Tower Bezirksparteichef Christian Höbart hat eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermittelt.

Das nicht zustande gekommene Tower-Projekt könnte jetzt ein weiteres gerichtliches Nachspiel haben.  |  NOEN, Pema

Dass die FPÖ mit dem 18-Millionen-Euro-Vergleich in der Tower-Causa nichts am Hut hat, hat Bezirksparteichef Christian Höbart schon unmittelbar nach Bekanntgabe des Deals angekündigt.

VösendorfsEx-Bürgermeister Meinhard Kronister, SPÖ.  |  NOEN, Gemeinde

Die FPÖ werde „die SPÖ nicht dabei unterstützen, ihre alten Leichen aus dem Keller zu holen, zu schmücken und an einem anderen Platz erneut und noch tiefer zu vergraben“, machte Höbart deutlich. Die Freiheitlichen würden „alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den finanziellen Schaden für die Vösendorferinnen und Vösendorfer abzuwenden“ – die NÖN berichtete.

Nunmehr macht Höbart ernst. Er hat eine Sachverhaltsdarstellung an die „Zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption“ übermittelt; wegen des Verdachts der Untreue, Bestimmung zur Untreue sowie des Amtsmissbrauchs durch Vösendorfs ehemaligen Bürgermeister Meinhard Kronister, SPÖ, in dessen Ära die Tower-Causa fällt.

FPÖ-Bezirksparteivorsitzender & Nationalrat Christian Höbart.  |  NOEN, FPÖ

Kronister macht auf NÖN-Anfrage keinen Hehl daraus, dass ihm „persönlich die ganze Sache grundsätzlich natürlich nicht angenehm ist. Ich sehe der Geschichte aber gelassen entgegen, da das Projekt auf mehrheitlichen Beschlüssen im Gemeinderat basiert“.

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