Erstellt am 15. Oktober 2015, 05:47

von Daniela Purer

Vertrauliche Infos öffentlich gemacht. Informationen aus der nicht öffentlichen Sitzung wurden jetzt publik, Ortschefin Stipkovits gefällt das nicht.

ASV Obmann Harald Zeller ist ebenfalls wütend über die Veröffentlichung.  |  NOEN, Foto: Möhsner
Seit der Gemeinderatswahl 2015 bildet die SPÖ (13 Mandate) mit der Liste V2000 (3) eine Koalition und verfügt damit über die Mehrheit gegenüber ÖVP (7), FPÖ (3) und Grünen (3). Bislang hat die Zusammenarbeit tadellos funktioniert.

Bei der Gemeinderatssitzung sollen im nicht öffentlichen Teil aber die Wogen hochgegangen sein: Vizebürgermeister Wilfried Santa, V 2000 soll – wie auch der NÖN zugetragen wurde – demnach gemeinsam mit der Opposition gegen einen SPÖ-Antrag gestimmt haben.
Die Haftungsübernahme für den örtlichen Fußballverein für einen Kreditrahmen in der Höhe von 20.000 Euro sei demnach abgeschmettert worden.

Von einer Krise zwischen den Koalitionspartnern will Bürgermeisterin Andrea Stipkovits, SPÖ, nichts wissen: „Es wird immer wieder Situationen geben, wo man nicht einer Meinung ist.“ Die Koalition mit der V2000 sieht diese jedoch nicht gefährdet: „Die Arbeit wird auf jeden Fall fortgesetzt.“

ASV-Obmann: „Haben keine Geldprobleme“

Ärgerlich für sie ist allerdings, dass dieser Antrag in der nicht öffentlichen Sitzung des Gemeinderates gestellt wurde und die Information an die Öffentlichkeit gelangt ist: „Wir haben alle einen Eid geschworen, dass Dinge, die in der nicht öffentlichen Sitzung besprochen werden, erst vertraulich behandelt werden“, so Stipkovits.

ASV Vösendorf-Obmann Harald Zeller ist ebenfalls erbost: „Wir haben in den letzten Jahren die Möglichkeit gehabt, unsere Vereinskonten in Höhe unserer Subventionen überziehen zu dürfen. Diese Möglichkeit haben wir aber nur ein einziges Mal genutzt.“

Laut Zeller stellte dieser Vorgang lediglich ein Sicherheitsnetz dar, da die Rechnungsabschlüsse vom Fußballverein und von der Gemeinde an verschiedenen Terminen endeten. „Heuer brauchen wir die Konten nicht zu überziehen. Wir haben keine Geldprobleme“, versichert Zeller.