Erstellt am 16. März 2016, 17:19

von NÖN Redaktion

Hundstorfer zu Gast im Wiener Tierschutzverein. Tierischer Gedankenaustausch zwischen Rudolf Hundstorfer und Präsidentin Madeleine Petrovic.

 |  NOEN, WTV
„Es ist hoch an der Zeit für ein Staatsoberhaupt mit einem Herz für Tiere“, meinte Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (WTV) kürzlich. Daher sucht der WTV in der heißen Wahlkampfphase den Dialog mit den fünf „Hauptkandidaten“ der Bundespräsidentschaftswahl 2016 und lud diese zu Gesprächen in ein. Der erste Kandidat, der dem Ruf folgte, war Rudolf Hundstorfer, der für die SPÖ ins Rennen um die Hofburg geht. Hundstorfer besuchte am Dienstag das Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf und konnte sich bei einer Führung über das Areal einen Eindruck von der täglichen Arbeit im größten Tierheim Österreichs machen.


 
Beim anschließenden Gespräch richtete Präsidentin Madeleine Petrovic im Namen des WTV eine Fülle von Anliegen an den Kandidaten und klärte auch über die aktuellsten Themen des Vereins (Gatterjagd, Ziesel-Causa, etc.) auf. So wünscht sich Petrovic neben anderen Dingen gerade von Rudolf Hundstorfer als ehemaligem Sozialminister eine Verbesserung sowie eine strengere Kontrolle der Arbeitsbedingungen jener Menschen, die in der Massentierhaltungsindustrie (Tiertransporte, Schlachthöfe, etc.) arbeiten.

„Hier passiert nicht nur viel offenkundiges Tierleid, sondern auch die Menschen, die in dieser Branche arbeiten werden oft gesundheitlich wie auch finanziell ausgebeutet. Der Schutz vor dieser Ausbeutung, vor Grausamkeiten und vor einer Degradierung zu Produktionsfaktoren in der industriellen Massentierhaltung sind für immer mehr Menschen, vor allem für die Jugend, wichtige Anliegen“, so Petrovic.

In punkto Konsumentenschutz wäre eine Kennzeichnung der verarbeiteten Produkte wichtig – Stichwort: Eipulver und Flüssig-Ei aus Megahühnerbatterien in Osteuropa, welche als Nebenprodukte versteckt in die EU-Haushalte gelangen. Daneben waren auch der illegale Handel mit Haustieren, die Fleischqualität in der Nutztierhaltung sowie Tierversuche Gesprächsthemen.

Solidarisch bei Gatterjagd

Beim Thema Gatterjagd zeigte sich Hundstorfer sofort mit der jahrelangen Forderung des WTV nach einem Verbot solidarisch und stellte klar, dass auch er von derart barbarischen Auswüchsen der Jagd nichts hält. „Natürlich ist klar, dass ein Bundespräsident nicht die Regierung und nicht das Parlament ist. Es geht allerdings bei diesem Amt auch um die grundsätzliche Haltung, die vermittelt wird“, so Petrovic abschließend.