Erstellt am 06. April 2016, 05:44

von Christoph Dworak

Vorschlag: Parkpickerl rund ums Klinikum. Nach dem wohl endgültigen Aus für die Spital-Tiefgarage denken die Grünen an Alternativ-Lösungen.

Eine Fahrbahnbreite von 8,10 Meter würde das Schrägparken in der Buchberger-Gasse wohl nur bei Einbahnführung ermöglichen.  |  NOEN, Christoph Dworak

Die gesetzliche Vorgabe (211 Stellplätze) werde mit insgesamt fast 370 Parkplätzen übererfüllt. Deshalb hat die Landeskliniken-Holding den Antrag auf Planänderung eingebracht. Der Bau der Tiefgarage (190 Parkplätze) beim Krankenhausneubau soll gestrichen werden, die NÖN berichtete.

Für die ÖVP kein großes Problem, wie Bürgermeister Hans Stefan Hintner, erwähnte: „Vor dem Umbau standen 155 Plätze zur Verfügung. Danach werden es – auch ohne Tiefgarage – knapp 300 sein.“ Die 70 Plätze für Bedienstete nahe der ÖBB-Trasse nicht eingerechnet.

Betroffenen Nachbarn werden verständigt

Das Ja zur Planänderung ist dem Werber „in Aussicht gestellt“, erklärte Mödlings Baudirektor Werner Deringer, allerdings noch nicht bescheidmäßig. „Derzeit werden die betroffenen Nachbarn von der Planänderung verständigt.“

Zeit, die die SPÖ und die Grünen nicht ungenützt verstreichen lassen wollen. SPÖ-Klubsprecherin Silvia Drechsler will noch diese Woche festlegen, was man zu tun gedenkt, damit „die Anrainer nicht auf der Strecke bleiben“.

Verkehrsstadtrat & Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher, Grüne, wiederum will „die Gespräche mit dem Land nicht aufgeben. Es ist traurig, wenn etwas, das zu einem Projekt gehört und zur Entlastung der Anrainer beitragen würde, plötzlich gestrichen wird“.

Die knapp 80 Parkplätze, die nun statt der Tiefgarage beim ehemals geplanten Einfahrtsbereich in Höhe Restituta-Gasse am Areal geschaffen werden, seien ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Wichtig ist, dass die keine Dauerparkplätze für Bedienstete werden.“

Kein Freund von Einbahnen

Eine etwaige Neuorganisation des ruhenden Verkehrs rund ums Klinikum sieht der Verkehrsstadtrat skeptisch. Um Schrägparkordnungen unterzubringen, bedürfe es wohl der Kundmachung von Einbahnen: „Davon bin ich kein Freund“, meint Wannenmacher: „Einbahnen rufen schlicht und ergreifend Umwegfahrten hervor.“ Auch, wenn es viele nicht gerne hören: „Wir müssen zumindest über die Einführung einer Art Parkraumbewirtschaftung in der Schöffelstadt nachdenken. Ich denke da an einen jährlichen Betrag in der Höhe von 30 Euro.“