Erstellt am 02. Dezember 2015, 11:23

von Gerald Burggraf

Wasser-Befragung: Über 8.600 Antworten. Rücklauf sorgt für zufriedene Gesichter. Bürgermeister Martin Schuster rechnet mit 70 Prozent Wahlbeteiligung.

Dieser Appell von Bürgermeister Martin Schuster und Gemeinderat Alexander Nowotny ist nicht ungehört verhallt. Nicht weniger als 8.600 Bürgerinnen und Bürger haben die Abstimmungszettel retourniert. Foto: Pam  |  NOEN, Pam
Erhebungen seitens der Gemeinde, wie es mit dem Trinkwasser in Perchtoldsdorf weitergehen soll, gibt es schon lange.

Kurz vor der Gemeinderatswahl im Jänner erhob die SPÖ die Forderung, zum Thema „Wasserhärte und Kalkgehalt“ die Bevölkerung zu befragen. Am besten gleichzeitig mit der politischen Wahl. Dazu kam es dann aber doch nicht.

Guter Rücklauf: „Beteiligung ist sensationell“

Die Volksbefragung, die zeigen soll, ob es in der Bevölkerung eine Zustimmung für ein rund acht Millionen Euro teures Entkalkungssystem gibt, ging nun von 16. bis 30. November über die Bühne. Und der Rücklauf sorgt für zufriedene Gesichter bei den Gemeindevertretern. „Die Beteiligung ist sensationell“, betont etwa Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP.

Bis Montag waren rund 8.600 Antwortkärtchen im Rathaus eingegangen. „Am Ende könnte es durchaus an die 9.000 Rücksendungen sein. Wir sprechen hier von rund 70 Prozent der Wahlberechtigten“, ergänzt der Ortschef.

Damit wäre man sogar über dem Wert der Wahlbeteiligung bei der Gemeinderatswahl, wo nur rund 56 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben.

„Direkte Demokratie kommt bei Bürgern an“

Das endgültige Ergebnis der Befragung wird aber erst am 9. Dezember vorliegen. „Die Post hat bereits anklingen lassen, dass sie vielleicht noch etwas länger brauchen könnte. Wir wollen keinesfalls, dass etwas untergeht“, so Schuster. Am Mittwoch in einer Woche wird dann die Gemeindewahlbehörde zusammentreten und die Ergebnisse auswerten.

Was dabei am Ende herauskommt, wagen weder der Bürgermeister noch SPÖ-Gemeinderat Claus Herza zu prognostizieren.

„Der bisherige Rücklauf zeigt, dass die direkte Demokratie bei den Leuten ankommt. Bei rund 8.600 Antwortkärtchen hätte sich jeder Haushalt an der Befragung beteiligt“, ist der rote Mandatar begeistert.
Unabhängig vom Ausgang habe die Gemeinde dank des großen Rücklaufs ein repräsentatives Ergebnis und eine solide Entscheidungsgrundlage.