Erstellt am 11. September 2015, 07:57

von Johannes Taschler und Gerald Burggraf

Weitere Beschwerden in Laxenburg. Die Parksituation am Badeteich sorgt für Unzufriedenheit. Anrainer hoffen auf ein funktionierendes Verkehrskonzept.

Oft bleibt für die Gäste Ortsansässiger kein Platz mehr, da alle Lücken bereits von den Badegästen gestopft wurden. privat  |  NOEN

Der enorme Besucherzustrom zum Laxenburger Badeteich bringt an starken Tagen zahlreiche Probleme mit sich, die den Anrainern im Magen liegen. Die große Beliebtheit der Naturkulisse macht sich in der unmittelbaren Umgebung vor allem durch die Parkplatznot bemerkbar. Unzählige Badegäste reisen mit dem Auto aus den umliegenden Gemeinden und Nachbarbezirken an und verstopfen den Ortsteil .

Parksituation außer Kontrolle

Nicht nur rund um den Badeteich auf Feldwegen und am Straßenrand der Zufahrtsstraße (Neudorfer Straße), sondern auch in der Wohnsiedlung kämpft man mit der außer Kontrolle geratenen Parksituation. „Es ist dermaßen störend, dass es einen auf die Dauer fast krank macht“, lässt ein Laxenburger (Name der Redaktion bekannt) seinem Unmut freien Lauf. „Es ist unverständlich, warum die Gemeindevertretung das so weit treiben will und sich nur wenig für die Senkung der Belastung stark macht.“

Unterschriftenaktion läuft bereits

Inzwischen soll innerhalb der Siedlung sogar eine Unterschriftenaktion laufen, damit besagtes Problem nun höheres Gewicht bekommt. Was die Besucherfrequenz betrifft, soll es vereinzelt sogar vorkommen, dass Ortsansässige mit ihrer Saisonkarte nicht mehr hineingelassen werden. Es sei wahrscheinlich „rechtlich schwierig, durchzusetzen, fremde Besucher zu limitieren. Es gibt nur wenige wirklich schöne Tage im Jahr und gerade die möchte man genießen – auch, wenn man keinen eigenen Pool hat.“

Bürgermeister ist verwundert

Bürgermeister Robert Dienst, ÖVP, reagiert verwundert über die neuerliche Kritik rund um den Badteich: „Bei jeder Maßnahme, die der Gemeinschaft dient, wird es den ein oder anderen geben, der seine Probleme damit hat. Wir versuchen, die Leute zu 100 Prozent zufriedenzustellen, hier funktioniert es nur mit 99 Prozent.“

Von einer Unterschriftenaktion habe er noch nichts gehört, wenn es diese gebe, dann werde die Gemeinde damit aber wie mit allen anderen Bürgerwünschen verfahren. „Wir behandeln sie im entsprechenden Gremium nach der Badesaison“, so Dienst.

"Autokennzeichen kein Beweis für den Wohnort"

Eine prekäre Parkplatzsituation rund um den Badeteich sei an starken Tagen aber genauso wie am Schlossplatz oder anderswo im Ort. Zudem sei das Autokennzeichen kein Beweis für den Wohnort. „Fast jeder zweite hat bei uns ein Firmenauto“, glaubt der Ortschef.