Erstellt am 31. Dezember 2015, 05:38

von Karl Stiefel

"Fritzi" in Pension. Friederike Pospischil verabschiedet sich nach 18 Jahren von der Kulturabteilung der Gemeinde.

Friederike »Fritzi« Pospischil.  |  NOEN, Karl Stiefel

Sie war seit 1997 bei der Gemeinde für die Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit tätig sowie eine treibende Kraft hinter dem Inklusionsteam: Friederike „Fritzi“ Pospischil ist mit 59 Jahren in den Ruhestand gegangen.

„Ich blicke gerne auf die Arbeit in der Kulturabteilung zurück. In der Zeit konnte ich einige Herzensprojekte wie das Kindertheater-Abo umsetzen. Dessen Erfolg, es ist meistens ausverkauft, spricht ja für sich. Auch die inklusive Bildungspolitik, die in Wiener Neudorf umgesetzt wird, habe ich immer gerne mitgestaltet“, so Pospischil.

Viel zu tun im "Ruhestand"

Ruhig wird es jedoch nicht für sie: „Es wird eher ein Unruhestand, schließlich bin ich mittlerweile Präsidentin des Lebenshilfe Landesverbandes Niederösterreich und habe dort viel zu tun. Diese Stelle ist eigentlich der Hauptgrund, warum ich gerade jetzt die Arbeit in der Gemeinde niederlege.“

Gerne erinnert sich Alt-Bürgermeister Christian Wöhrleitner, SPÖ, an die Zusammenarbeit: „Ihre Beharrlichkeit bei der Umsetzung von Projekten war immer bemerkenswert. Durch sie haben wir erst das Poyer-Haus-Projekt ins Leben rufen können, von dem die Lebenshilfe enorm viel hat. Auch das ,Fest der offenen Töpfe’ und den Bundesländertag gäbe es ohne unsere Fritzi nicht.“

Ebenfalls begeistert ist Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, über das, was Pospischil hinterlässt: „Durch sie haben wir uns erst getraut, einen Mitarbeiter mit intellektueller Beeinträchtigung einzustellen. Der hat sich als wahrer Glücksgriff für die Gemeinde entpuppt. Auch das Archiv im Migazzi-Haus gäbe es ohne Fritzi nicht, der Standort war damals ihre Idee.“