Erstellt am 16. Oktober 2015, 05:32

von Karl Stiefel

IZ Nord: Planung wieder angelaufen. Damals eine Deponie, morgen vielleicht Wirtschaftsfaktor: erneute Verhandlungen rund um ein neues Betriebsgebiet.

Herbert Janschka  |  NOEN, Karl Stiefel

Seit Jahren wird diskutiert, wie ein „Wirtschaftspark Nord“ zwischen der Blauen Lagune und dem Freizeitzentrum aussehen könnte. Nun gehen die Verhandlungen in eine neue Runde. Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, dazu: „Wir werden diese Verhandlungen ergebnisoffen und fair führen. Ich kann also zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, was und wie viel auf diesem Gebiet möglich sein wird und kann.“

Bereits 2013 sorgte eine mögliche Zufahrt über die B17 für Unmut in der Bevölkerung. Bei einer Bürgerveranstaltung wurden die Kritikpunkte gesammelt, schlussendlich wurde das Projekt eingestellt.
Janschka möchte entsprechend planen: „Wichtig für mich ist, dass die Verkehrszufahrt nicht über das Wiener Neudorfer Wohngebiet erfolgt, dass es ausreichende Schutzzonen zwischen einem eventuellen neuen Betriebsgebiet und dem bestehenden Wohngebiet gibt.“

Was bei der laufenden Planung definitiv feststeht: „Eine Zufahrt zu diesem Gebiet kann und darf nicht über das Ortsgebiet erfolgen.“

Hundepark als Pufferzone möglich

Zu den Grundbesitzern gehören die Immobilienfirmen Tecto und Universale, beide in Wien angesiedelt. Auf NÖN-Anfrage wollte bisher jedoch keines der beiden Unternehmen Auskunft geben, wie es um die Verhandlungen aktuell steht oder was man sich von ihrer Seite wünschen würde. Es bleibt also offen, in welchem Ausmaß ein IZ Nord ausfallen könnte.

Auch eine mögliche Einbindung des ehemaligen Palmers- oder EUMIG-Gebäudes – aktuell größtenteils ungenutzt – gehört zu den ungeklärten Fragen.
Um eine Pufferzone zwischen dem zukünftigen Betriebsgebiet und dem Freizeitzentrum beizubehalten, könnte ein Hundepark eingerichtet werden.

Maßgeblich engagiert daran ist Mario Fischer, Obmann des Vereins „4pfoten-paradies Wiener Neudorf“. Sein Argument: „Eine Hundeauslaufzone mit einer parkähnlichen Planung würde sich sehr gut eignen, um so eine Grenze zwischen den Betrieben und dem Freizeitzentrum zu bilden. Das wäre somit nicht nur von Vorteil für Hundebesitzer, sondern auch für alle Bewohner des Ortes.“