Erstellt am 14. März 2016, 05:14

von Karl Stiefel

Neues ABB-Gebäude „an den Wurzeln“. Werkshalle für Robotik und Ladestationen soll trotz Lage neben einem Wohngebiet nicht für mehr Lärm sorgen.

Johann Aigner, Hans Stefan Hintner, Petra Bohuslav, Horst Reiner, Herbert Janschka und Franz Chalupecky.  |  NOEN, Kraus

Ein Spatenstich der besonderen Art: zum Start des neuen Zubaus aus der Robotik-Firma ABB durften die Ehrengäste – darunter Bürgermeister Herbert Janschka, Landtagsabgeordneter Hans Stefan Hintner und Landesrätin Petra Bohuslav, alle ÖVP – einen mit einer Schaufel ausgestatteten Roboter-Arm aktivieren.

Franz Chalupecky, Vorstandsvorsitzender der ABB AG, erklärte: „Wir bauen quasi an unseren Wurzeln. Der Standort Wiener Neudorf wird von uns seit den 60er-Jahren betrieben und jetzt für die Zukunft vorbereitet. Auf 2.200 m werden neben Robotik-Systemen, die in alle Welt exportiert werden, auch Ladestationen für Elektroautos produziert. Das ist nur der erste Schritt, den wir hier vorhaben.“

Mit Strategie am richtigen Weg

Eine Ankündigung, die bei der Landesrätin auf Unterstützung trifft: „Projekte wie dieses zeigen uns, dass wir mit unserer Wirtschaftsstrategie am richtigen Weg sind. Auch die zukünftigen Standort-Pläne der ABB unterstützen wir gerne.“

Die Lage der neuen Büroräume und der Werkshalle hat Architekt Hannes Achammer auf Verträglichkeit mit der Umgebung abgestimmt: „Direkt nebenan ist das Wohngebiet Anningerpark, das wir mit dem Anbau natürlich nicht belasten möchten. Daher wurden die Büroräume in Richtung der Siedlung ausgerichtet, nach der Fertigstellung wird es zusätzliche Bepflanzung auf der Seite geben. Die Werkshalle und somit der Verkehr und die Lärmbelastung werden straßenseitig, also in genau der anderen Richtung, abgeleitet.“

Durch das aktuelle Erweiterungsvorhaben werden 100 statt 60 Mitarbeiter vor Ort tätig sein, ein Teil davon wird vom Standort am Wienerberg nach Wiener Neudorf übersiedeln.