Erstellt am 09. April 2016, 05:34

von Karl Stiefel

Stimme der Jugend. Bei „Rede mit“ werden Ideen für den Skaterplatz gesammelt – jedoch ohne Koordination mit der Gemeinde.

 |  NOEN, Symbolbild

„Traurig, dass außerhalb des Gemeinderates mehr zu erreichen ist“, kritisiert SP-Gemeinderat Spyros Messogitis das Vorgehen der Gemeinde bezüglich der Planung des neuen Skaterparks beim Freizeitzentrum. Bei der Kampagne „Rede mit“, die er als Jugendreferent der SPÖ Wiener Neudorf selbst bezahlt hat, werden nun Wünsche und Anregungen für die Neugestaltung des aktuell leer stehenden Geländes gesammelt.

Für Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, handelt es sich um eine willkommene, aber nicht ganz sinnvolle Initiative: „Natürlich ist es gut, wenn die Jugendlichen gefragt werden, was sie auf dem Gelände haben wollen, schließlich wird es ja für sie errichtet. Bloß ist die ganze Kampagne weder mit mir noch mit dem Jugendbeirat abgestimmt worden.“

Förderung könnte Budget verdoppeln

Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am Montag wird der Skaterpark zum Thema werden. Messogitis wird „bei der Gelegenheit die Ideen der Jugendlichen vorbringen“.

Obwohl Janschka auf diese „bereits gespannt ist und sie auch würdigen“ möchte, wird es bis zum Neubau noch dauern – mit gutem Grund, wie er verrät: „Ab 2017 wird es eine 50-prozentige Förderung für solche Projekte geben, was unser Budget auf bis zu 600.000 Euro erhöhen könnte. Wenn wir ohnehin erst im September mit der Neugestaltung fertig wären, zahlen sich ein paar Monate Geduld für den Mehrwert aus.“

Für Messogitis „ein schwacher Trost. Mittlerweile ist es unrealistisch, dass dieses Jahr noch etwas passiert. Ich halte den Abriss des alten Skaterparks immer noch für einen Fehler“.

Einigkeit herrscht jedoch bei dem Konzept, dass neben dem Skaterpark auch weitere Freizeitangebote für Jugendliche auf dem Gelände errichtet werden sollen.

www.rede-mit.at