Wiener Neudorf

Erstellt am 07. April 2017, 02:26

von Karl Stiefel

Strom statt Benzin: E-Auto zum „Sharen“. Durch den „Ecarregio“-Service wird ein Pkw mit Elektroantrieb vor dem Gemeindeamt für jedermann verfügbar.

Symbolbild  |  Jan Woitas (dpa-Zentralbild)

Dass Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, ein Fan von Elektro-Autos ist, dürfte spätestens seit seiner Neujahrsansprache kein Geheimnis mehr sein. Damals lobte er die Fahrzeuge in höchsten Tönen: „Autos mit Elektro-Antrieb sind ein Stück Zukunft, das wir noch erleben dürfen.“

Beim bloßen Lob wird es nicht bleiben – zukünftig wird die Gemeinde sich dem Car-Sharing-Projekt „Ecarregio“ anschließen. Dabei handelt es sich um einen Service, bei dem gegen Registrierung und rechtzeitige Anmeldung ein Elektro-Auto ausgeborgt werden kann.

Damit schließt sich Wiener Neudorf den Gemeinden Mödling, Perchtoldsdorf, Maria Enzersdorf, Brunn am Gebirge und Guntramsdorf an, wo der Ecarregio-Service bereits seit dem vergangenen Jahr als Pilotprojekt angeboten wird.

Dienstfahrten mit dem Elektro-Pkw

Vizebürgermeisterin Elisabeth Kleissner, Umweltforum, kennt die Details: „Vorerst werden wir uns einen Wagen holen, einen VW Golf, der auf Elektro-Antrieb umgerüstet wurde. Der wird vor dem Gemeindeamt abgestellt, wo ihn sich Teilnehmer gegen Voranmeldung auf der Online-Plattform von Ecarregio ausborgen und zurückbringen können.“

Dafür werden unterschiedliche Preismodelle angeboten, für die Gemeinde selbst werden nur geringe Kosten anfallen. „Wir zahlen 300 Euro im Monat sowie einmalig 500 für die Einrichtung der Ladestation. Dafür werden wir den Gemeindebediensteten den Wagen für Dienstfahrten kostenlos zur Verfügung stellen. Natürlich müssen die sich wie jeder andere auch rechtzeitig anmelden“, so Kleissner.

Mit dem Gemeinderats-Beschluss vom Montag ist das Projekt bereits auf Schiene. Verfügbar soll das Elektro-Fahrzeug schon ab Juli sein.

Die Gemeinde erhofft sich eine rege Nachfrage, dementsprechend wird bereits für die Zukunft geplant: „Sollte das Elektroauto gut angenommen werden, überlegen wir, ein weiteres bei der Badner Bahn-Station abzustellen“, so Kleissner.