Erstellt am 22. Juli 2016, 07:52

von NÖN Redaktion

10.000 Euro im Internet abgezockt. Fahndungserfolg nach europäischem Haftbefehl: Lette im Gefängnis.

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Ein Mann aus der Region Wienerwald will eine Buchung via E-Banking durchführen, öffnet die Internetseite seines Geldinstituts und wird zu einer „Test-Transaktion“ in der Höhe von knapp 10.000 Euro gebeten.

Der Kunde wundert sich zwar über die Aufforderung, denkt aber nichts Böses, als er den „Test“ bestätigt. Das Layout der Website war exakt das ihm bekannte. Oder fast – wie sich bald herausstellt. Der Betrag wird tatsächlich abgebucht und findet den Weg auf ein polnisches Konto.

Die Ermittler des Bezirkspolizeikommandos Mödling lassen nicht locker: Aufgrund der geführten Erhebungen, welche unter anderem auch eine Öffnung des polnischen Kontos beinhaltete, konnte der Tatverdacht gegen Vitalijs V. aus Lettland derart verdichtet werden, dass von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt aufgrund richterlicher Bewilligung ein europäischer Haftbefehl erlassen wurde.

Der Erfolg stellt sich knapp mehr als ein Jahr nach der Tat ein. Kräfte der lettischen Polizei nehmen in Riga V. fest. Der Verdächtige wurde vor wenigen Tagen nach Österreich ausgeliefert.

Weitere Ermittlungen laufen. Oberstleutnant Oliver Wilhelm, Leiter des Kriminaldienstes, schließt nicht aus, dass es „noch weitere Opfer geben könnte“.