Erstellt am 13. Mai 2016, 06:34

von Raphaela Edelbauer

Fuchs oder Marder?. Bauer Johannes Kleedorfer erlebte, wie 20 seiner Hühner von einem bisher unbekannten Raubtier gerissen wurden.

Klosterbauer Hannes Kleedorfer hält in St. Gabriel Hühner. Viele davon wurden von einem Tier gerissen.  |  NOEN, privat

Letzte Woche kam Johannes Kleedorfer, besser bekannt als „Der Klosterbauer“ nach wenigen Stunden Abwesenheit in seinen Garten zurück und war fassungslos: gut zwanzig Hühner lagen tot am Boden. Kleebauer, der selbst Kurse für potenzielle Hühnerhalter gibt, war geschockt: „Ich nehme an, dass der Fuchs im Blutrausch war, ich habe ihn vor einigen Tagen wieder gesehen.“

Kurz danach hat Kleebauer Jäger samt Jagdhund bestellt, um Spur aufzunehmen. Bezirksjägermeister Johannes Unterhalser bestätigt, dass es momentan eine sehr starke Fuchspopulation im Bezirk gebe. „Der Fuchs ist ein Kulturfolger und geht auch in Siedlungsgebiete. Das ist an sich für den Menschen gar kein Problem, führt aber bei Niederwild, also Hasen oder Rebhühnern, schon zu manchem Problem.“

Hühner-Gegacker verschlimmert Situation

Ein Vorfall wie dieser sei aber für einen Fuchs untypisch, der meist eher ein Huhn schnappe und wieder weglaufe. „Es klingt eher nach einem Marder. Bei diesem ist das Phänomen bekannt, dass er einfach zu beißen beginnt und in eine Art Rage gerät. Das Gegacker der Hühner regt ihn noch mehr auf.“