Erstellt am 18. Februar 2016, 06:29

von Alina Burlacu

Wirbel um Asylheim in Guntramsdorf. FPÖ-Obmann fordert sofortiges Aus für geplantes Flüchtlingshaus. Grund seien "schwere Brandschutzmängel".

Christian Höbart  |  NOEN, zVg FPÖ

Nationalrat Christian Höbart, Ortsparteivorsitzender der FPÖ Guntramsdorf, macht klar: „Die FPÖ wehrt sich in Guntramsdorf nun schon seit Wochen gegen die geplante Unterkunft für 50 jugendliche Asylwerber.“

Aufgrund einer Privatinitiative steht dem Land NÖ eine weitere Liegenschaft für Asyl-Unterkünfte zur Verfügung. Bereits nach Bekanntgabe wurden seitens der FPÖ Protestmaßnahmen überlegt. Die NÖN hat berichtet.

Doch nun müsse dieses Projekt laut der FPÖ „aufgrund der festgestellten, schweren Brandschutzmängel und der damit verbundenen Brandgefahr sofort abgebrochen werden“.

Gleichzeitig wirft die FPÖ Bürgermeister Robert Weber, SPÖ, das Durchbringen der Unterkunft „um jeden Preis“ vor.

„FPÖ hat anscheinend anderen Wissensstand“

„Die SPÖ versucht mit aller Kraft, den Guntramsdorfern ihre unsägliche Flüchtlingspolitik aufzudrängen und nimmt nun auch akute Brandgefahr in Kauf“, so Höbart. Die FPÖ fordert jetzt ein Aus für die Unterkunft.

Weber nimmt zu den Vorwürfen Stellung: „Es wurde auf meine Intention hin eine feuerpolizeiliche Beschau durch den zuständigen Rauchfangkehrermeister durchgeführt. Bei diesem Lokalaugenschein wurden einige Mängel festgehalten und entsprechend der gültigen Gesetzeslage dem Eigentümer eine Frist zur Behebung dieser Mängel eingeräumt.“

Zudem findet es Weber „sehr interessant, dass die FPÖ hier anscheinend einen anderen Wissensstand hat als die Baubehörde. Aber ich nehme zur Kenntnis, dass sie sich anscheinend an die angekündigten Protestmaßnahmen halten“.