Erstellt am 27. Oktober 2015, 09:38

Zusammenarbeit im Dienste der Natur. Der Eichkogel zählt mit seiner außergewöhnlichen Artenvielfalt und durch das Vorkommen von seltenen Tier- und Pflanzenarten zweifellos zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten in Niederösterreich.

 |  NOEN, NÖN
Das Interesse und Engagement für dieses Gebiet ist entsprechend groß. Zahlreiche Akteure kümmern sich seit vielen Jahren um den Erhalt dieses Naturjuwels. So haben sich im vergangenen Jahr die Fachexpertinnen und Experten des Eichkogel-Komitees gemeinsam mit den engagierten und naturkundigen Mitgliedern des Schöffel-Vereins ein Leitbild für den Eichkogel entwickelt, welches nun Schritt für Schritt umgesetzt werden wird.

Ihr gemeinsames vorrangiges Ziel ist es, das wertvolle Offenland in seiner Vielgestaltigkeit zu sichern. Ob Trockenrasen, Wiese, Waldsäume oder Brache – all diese Lebensgemeinschaften brauchen regelmäßige Maßnahmen um sie vor Verfilzung und Verbuschung zu sichern. Über die Schwerpunkte 2015 konnte sich die interessierte Öffentlichkeit im Rahmen der jährlich stattfindenden Begehung mit dem Eichkogelkreis ein Bild machen.

Beobachtungsflächen wissenschaftlich überprüft

Wie in den vergangenen Jahren standen verlässliche Partner bei Umsetzung der Maßnahmen zur Seite. Ehrenamtliche Helfer des Schöffelvereins, Schulklassen der Gymnasiums Bachgasse, die Gemeinden Mödling und Guntramsdorf und die vom Land NÖ beauftragten Betriebe arbeiteten am Eichkogel in beispielgebender Weise zusammen, um mit Astschere, Freischneider, Hacke und Motorsense auf ausgewählten Flächen den aufkommenden Gehölzen erfolgreich zu Leibe zu rücken und anfallendes Schnittmaterial abzutransportieren.

Die vierbeinigen „Rasenmäher“ des Bioschafhofes Sonnleitner sorgten dafür, dass überschüssige krautige und strauchige Biomasse aus den Flächen in Körpermasse umgewandelt wurde. Seitens der Wissenschaft wurden Beobachtungsflächen ausgewählt, um die Wirkung verschiedener Maßnahmen zu überprüfen.

Maßnahmenpaket für 2016 fixiert

Der Einsatz der Gemeinde Mödling fand - mit dem Eichkogel als eine der vielen Stationen – auch besondere Anerkennung beim europäischen Wettbewerb Entente Florale, indem sie als schönste Blumenstadt Europas Gold für Österreich holte.

Kaum waren die Arbeiten für dieses Jahr abgeschlossen, wurde auch schon der Blick auf 2016 gerichtet. Das Eichkogel-Komitee unter Hinzuziehen des Schöffel-Vereins bereits die Maßnahmenpakete für das kommende Jahr geschnürt. Bei der Umsetzung darf wieder die bewährte partnerschaftliche Zusammenarbeit  gehofft werden.