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10.09.2012, 08:06

Restanteile verkauft: „Skandal ist perfekt!“

Pflegeheime | Bürgermeisterin Rinke hat als Stiftungsvorsitzende die letzten zehn Prozent an die Senecura übertragen.

Von Karl Pröglhöf

KREMS | Schon vor fünf Jahren stand der Niedergang der Bürgerspitalstiftung im Mittelpunkt des Wahlkampfes. Doch jetzt behauptet die SPÖ, dass „der Skandal perfekt ist“!

Und zwar deswegen, weil Bürgermeisterin Inge Rinke als Stiftungsvorsitzende vor gut einem Jahr heimlich und im Alleingang den 10-prozentigen Anteil an der Senecura-Gesellschaft, die die drei Seniorenhäuser (Thorwestenheim, Ringstraße und Brunnkirchen) betreibt, um den Nominalwert von 3500 Euro „verscherbelt“ hat.

„Dabei geht es nicht ums Geld, sondern darum, dass sich die Stadt aus der sozialen Verantwortung für die älteren Mitbürger stiehlt“, ortet Stadtrat Wolfgang Chaloupek eine „strategische Fehlentscheidung, weil man den letzten Fuß aus der Tür zieht und keine Entscheidungen mehr mitbeeinflussen kann.“ Die nunmehr anfallende Grundsteuer würde zudem die Heimkosten verteuern.

„Blödsinn“, kontert Bürgermeisterin Inge Rinke: „Die Kosten sind durch die Pflegesätze festgelegt, und wir bekommen jetzt sogar die Kommunalsteuer für 120 Mitarbeiter.“ Die Bürgerspitalstiftung als solche gäbe es ja weiter, und es werde nach wie vor Menschen in Not aus den Erträgen geholfen.

 
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