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13.09.2015, 16:12 Krems

Zwei Tote beim Wachau-Marathon

Der 18. Internationale Wachau-Marathon wurde von zwei tragischen Zwischenfällen überschattet, die die sportlichen Ereignisse in den Hintergrund treten lassen.

(© RK NÖ/Moser) © RK NÖ/Moser

Kilometer, Sekunden und Laufzeiten traten am Sonntag schlagartig in den Hintergrund, als auf der Laufstrecke des Wachaumarathons innerhalb weniger Minuten zwei Teilnehmer des Halbmarathons mit Herzkreislaufversagen zusammenbrachen. Beide Läufer überlebten trotz sofortiger medizinischer Versorgung nicht.

„Wir sind in Schockstarre“

Bei den Toten handelt es sich um einen 44-jährigen Läufer aus Rohrendorf und einen 35-jährigen Wiener.
„Wir sind in Schockstarre“, beschreibt Bernhard Richter vom Medizinerteam des Veranstalters die Situation. Die beiden Zwischenfälle traten fast gleichzeitig auf. Auch unter den Läufern herrschte Betroffenheit, als sie von der Tragödie erfuhren.

Der Rohrendorfer klappte bei der Wachaubrücke knapp zwei Kilometer vor dem Ziel zusammen. Den Wiener ereilte das Schicksal kurz vor der Mauterner Donaubrücke.

Rettungskette funktionierte einwandfrei

In beiden Fällen funktionierte die Rettungskette einwandfrei. Die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes – es waren, so Eveline Gruber, 120 Mitarbeiter eingeteilt – kamen jeweils binnen einer Minute zu den Patienten. Beim Läufer aus Wien wirkte auch ein Arzt aus dem Läuferumfeld bei den Reanimationsversuchen mit. Beide Sportler wurden ins Universitätsklinikum gebracht, wo die intensivmedizinischen Maßnahmen allerdings keinen Erfolg brachten.

„Es war ein warmer Tag. Möglicherweise sind die Läufer dehydriert und der Elektrolythaushalt ist entgleist“, kann Richter nur eine erste Vermutung über die Todesursache abgeben.
Bereits im Vorjahr war der Wachau-Marathon von einem Todesfall überschattet. Ein Teilnehmer aus Oberösterreich brach knapp nach der Ziellinie zusammen und starb.

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