Aus bislang ungeklärten Umständen geriet eine Lagerhalle mit Dämmstoffen im Mödlinger Stadtgebiet in Brand. Aufgrund der Brandausbreitung zu diesem Zeitpunkt, war die Rauchsäule kilometerweit, sogar bis in die Bundeshauptstaddt Wien, bereits sichtbar und beeinträchtigte auch die Sicht auf der Südbahnstrecken. Einsatzleiter BR Peter Lichtenöcker veranlasste deshalb umgehend die Alarmierung der Feuerwehren Wiener Neudorf und Maria Enzersdorf zur weiteren Unterstützung.
Bevölkerung musste Fenster und Türen schließen
In der Erstphase waren mehrmals dumpfe Knalle wahrnehmbar. Die Brandbekämpfung wurde über zwei Seiten mit mehreren Rohren durchgeführt. Weiters wurde die Bevölkerung mittels Lautsprecherwagen aufgefordert, die Fenster und Türen zur Sicherheit zu schließen.
Auf der linken Seite wurden zwei Tanklöschfahrzeuge in Stellung gebracht, wobei die Atemschutztrupps die Brandbekämpfung aufnahmen. Auf der rechten Seite wurde Steig Mödling positioniert um mit dem Wasserwerfer die Brandbekämpfung sowie den Objektschutz sicher zu stellen.
Die Wasserversorgung wurde zuerst über das Großtanklöschfahrzeug Wiener Neudorf (10.000 Liter Wasser) und in weiterer Folge über drei Hydranten sichergestellt. Dazu mussten mehrere hunderte Meter Schläuche als Zubringleitung verlegt werden.
Lagerhalle wurde mit Schaum geflutet
Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht wurde, musste die betroffene Lagerhalle, im Ausmaße von rund 60m², mit Schaum geflutet um alle Glutnester im Dämmmaterial ablöschen zu können. Im Außenbereich wurden die gelagerten Gegenstände sowie Grünflächen, Bäume und Sträucher in Brand gesetzt. Auch ein abgestellter Firmenanhänger wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Um auch hier alle Glutnester erfolgreich ablöschen zu können, wurde die Fläche von rund 30m² mit Schaum geflutet werden. Um genügend Mittel zur Verfügung zu haben, wurde ein 700 Liter Schaummittel Tankcontainer von der Feuerwehr Wiener Neudorf zur Einsatzstelle gebracht.
Einsatz dauerte drei Stunden
In weiterer Folge wurde ein Bagger angefordert um diverse Gegenstände und Flächen umgraben zu können und etwaige Glutnester ablöschen zu können. Nach rund drei Stunden konnten die ersten Einsatzkräfte abrücken.
Insgesamt standen drei Feuerwehren mit rund 70 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Die Feuerwehr Mödling steht aktuell immer noch bei Nachlöscharbeiten im Einsatz. Weitere Kontrolltätigkeiten werden nach Beendigung des Einsatzes von der Firma übernommen.
Während der Löscharbeiten ereignete sich ein weiterer Einsatz in Mödling und ein Einsatz in Wiener Neudorf. Diese beiden Brandeinsätze wurden einerseits von der Freiwilligen Feuerwehr Guntramsdorf sowie andererseits von der Feuerwehr Vösendorf abgearbeitet. Warum der Brand ausgebrochen ist wird zur Zeit von der Polizei ermittelt. Verletzt wurde niemand.
Als mutmaßliche Ursache für den Brand gelten Flämmarbeiten. Laut Landespolizeidirektion NÖ dürfte ein glühender Gegenstand vom Dach einer Halle gefallen sein und einen Strauch ebenso wie leicht brennbarem Abfall entzündet haben. Das Feuer breitete sich in der Folge auf das Objekt selbst aus, in dem Dämmmaterial gelagert war.
Mit den Flämmarbeiten waren der Polizei zufolge zwei Arbeiter beschäftigt gewesen. Einer der Männer erlitt bei Löschversuchen vor Eintreffen der Feuerwehren eine leichte Rausgasvergiftung.