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07.01.2014, 07:36 Explosion

Todesdrama wegen Kugelbombe

ST. PÖLTEN, DEUTSCH-WAGRAM, STOLLHOFEN | Karl Schagerl, beliebter Harley-Davidson-Händler, starb vor den Augen des Sohnes seiner Lebensgefährtin.

(©  Foto: privat)
Für Karl Schagerl kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb im 54. Lebensjahr.
© Foto: privat
Von Alex Erber und Robert Knotz

Eine Kugelbombe hat am Silvestertag gegen 18.15 Uhr das Leben von Karl Schagerl beendet. Der Parade-Unternehmer verstarb im 54. Lebensjahr.
Das Unglück ereignete sich auf einem leer stehenden Grundstück zwischen zwei Gassen in Deutsch-Wagram. Der geschiedene, dreifache Familienvater verbrachte dort den Jahreswechsel gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Sabine (43) und deren Sohn (11). Am Neujahrstag sollte der geplante Ski-Urlaub angetreten werden.

Karl Schagerl wollte auf dem Feld eine Kugelbombe zünden. Der Feuerwerkskörper explodierte jedoch nicht sofort. Der Mann dürfte sich daraufhin über die Kugelbombe gebeugt haben. Genau in diesem Moment kam es zur Detonation. Schagerl erlitt schwerste Gesichts- und Kopfverletzungen. Er verstarb trotz Reanimationsversuchen durch Passanten und des Rettungsteams noch am Unfallort.
Während sich die Lebensgefährtin im Haus befand, musste ihr Sohn das Unglück mit ansehen. Karl Schagerl hatte ihn zuvor noch auf die Einhaltung eines großen Sicherheitsabstandes aufmerksam gemacht.
Seine Lebensgefährtin und ihr Sohn erlitten einen schweren Schock. Sie mussten vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden.

Herkunft des Feuerwerkskörpers derzeit noch unbekannt

In Österreich ist er offiziell nicht erhältlich. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Bombe über das Internet erworben wurde. „Der Sprengsatz wird derzeit vom Entminungsdienst des Innenministeriums untersucht, um herauszufinden, um welches Material es sich genau handelt. Dann wird versucht, den Internetverkäufer ausfindig zu machen. Sofern das unseren Beamten gelingt, werden wir umgehend eine Meldung an die Staatsanwaltschaft machen“, erklärt Polizeisprecher Johann Baumschlager im NÖN-Gespräch.

In der Landeshauptstadt herrscht tiefe Trauer um den tödlich Verunglückten, speziell in der Biker-Szene. Karl Schagerl hatte den Harley-Davidson-Shop in der Wiener Straße in den vergangenen Jahren sukzessive zum größten seiner Art in ganz Europa aufgebaut und erfolgreich geführt. Der Harley-Guru organisierte in der Vergangenheit auch viele Benefizveranstaltungen, darunter auch einige für Kinder. So ist es sicher ganz in seinem Sinne, dass gebeten wird, auf seinem letzten Weg von Kranz- und Blumenspenden abzusehen und dafür einen Betrag für die „Harley-Davidson-Charity-Tour“ zu spenden. Die Seelenmesse findet am Freitag, 10. Jänner, um 12 Uhr im St. Pöltner Dom statt. Um 13.30 Uhr wird Karl Schagerl am Hauptfriedhof zur letzten Ruhe gebettet. Seine vielen Freunde werden ihm bestimmt nachrufen: „Heroes never die!“

Feuerwerk zündete zu früh: 33-Jähriger verletzt

Ein schweres Unglück ereignete sich auch in Stollhofen (Gemeinde Traismauer). Gegen 0.30 Uhr brannte Matthias Hutterer (33) auf einem Acker pyrotechnische Gegenstände ab. Unter anderem platzierte der Bankangestellte auch eine Feuerwerksbatterie mit 36 Schuss. Aus ungeklärter Ursache zündete die Batterie zu früh, Hutterer wurde mit schweren Gesichts- und Kopfverletzungen ins Landesklinikum St. Pölten eingeliefert.
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