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11.11.2014, 07:12 Bischofskonferenz

"Liebevolle Begleitung"

Ergebnis der Familiensynode wurde begrüßt. Treffen der Bischöfe mit Bundespräsident und zwei Ministern.

(© Rupprecht@kathbild.at)
Mitglieder der Bischofskonferenz. Im Bild: Kardinal Christoph Schönborn (Wien), Ludwig Schwarz (Linz), Manfred Scheuer (Innsbruck), Klaus Küng (St. Pölten), Franz Lackner (Salzburg), Abt Anselm van der Linde (Wettingen-Mehrerau), Anton Leichtfried (St. Pölten), Benno Elbs (Feldkirch), Anton Zsifkovics (Eisenstadt) und Stephan Turnovszky (Wien).
© Rupprecht@kathbild.at

Durchwegs positiv beurteilten Österreichs Bischöfe bei ihrer Herbstvollversammlung das Ergebnis der Familiensynode. Die „vom Papst gewollte Haltung der liebevollen Begleitung von Familien und von Menschen auf ihrem Weg zu einer christlichen Ehe“ habe sich dabei durchgesetzt, so die Bischöfe.

Beim Schlussdokument seien die meisten der 62 Abschnitte „mit großer Einmütigkeit“ angenommen worden, so die Bischöfe in einer Aussendung. Die Passagen über wiederverheiratete Geschiedene und Homosexualität hätten zwar die Mehrheit, aber nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhalten. Dass sie auf Wunsch des Papstes im Dokument verblieben sind, damit die Diskussion weitergehen kann, wurde von den Bischöfen ausdrücklich begrüßt.

Überraschenderweise wird die Bischofskonferenz zu der im Jahr 2015 folgenden ordentlichen Synode zu dem Thema nicht den zuständigen Familienbischof Klaus Küng, sondern den Vorarlberger Bischof Benno Elbs entsenden. Nur in einem Verhinderungsfall wird St. Pöltens Diözesanbischof Küng an der Synode teilnehmen. Zusätzlich wird voraussichtlich Kardinal Christoph Schönborn an diesen Beratungen teilnehmen.

Österreichs Bischöfe hatten diesmal auch politische Besuche auf ihrem Programm. Sie trafen sich mit Bundespräsident Heinz Fischer sowie den Ministern Josef Ostermayer und Sebastian Kurz. Beiderseitig wurden dabei die guten Beziehungen zwischen Staat und Kirche hervorgehoben. Zum neuen umstrittenen Islamgesetz wird die Bischofskonferenz übrigens offiziell nicht Stellung nehmen.

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