Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:43

von Renate Hinterndorfer

1.150 Mal. NEULENGBACH / Ein sehr ereignisreiches Jahr geht für das Rote Kreuz Neulengbach zu Ende.

 |  NOEN, Monika Dietl

Ein sehr ereignisreiches Jahr geht für das Rote Kreuz Neulengbach zu Ende. Bezirksstellenkassier Markus Schüch: „2015 war ein Jahr voller Herausforderungen für das Rote Kreuz Neulengbach, mit personellen Veränderungen gefolgt von einem mehrere Wochen langen Einsatz, der alle gefordert hat. Es war sicher das ereignisreichste Jahr seit Bestehen der Bezirksstelle.“

Bezirksstellenleiter Hans Gastmayr ist aus beruflichen Gründen zurückgetreten. In der Flüchtlingsversorgung waren die Rot-Kreuz-Leute heuer besonders gefordert, sie waren an den Hotspots zum Beispiel in Nickelsdorf oder in der Messehalle Tulln im Einsatz.

Auch im Rettungsdienst gab es genug zu tun: Rund 9000 Krankentransporte haben die Rot-Kreuz-Leute im heurigen Jahr durchgeführt. Bei 1.450 Rettungseinsätzen wurden 330.000 Kilometer gefahren. 1.150 Mal wurde der Notarzt alarmiert, das ist eine Steigerung um 14 Prozent.

Bis zu zwölf Zivildiener pro Jahr

77 aktive Mitarbeiter sind im Rettungsdienst des Neulengbacher Roten Kreuzes tätig. Neun ehrenamtliche Rettungssanitäter und sieben ehrenamtliche Notfallsanitäter sind heuer dazugekommen. Im Rettungsdienst wurden 20.000 ehrenamtliche Stunden geleistet. 1.100 Fortbildungsstunden wurden absolviert. Bis zu zwölf Zivildiener arbeiten pro Jahr in der Neulengbacher Rettungsstelle mit.

Auch bei Veranstaltungen ist das Rote Kreuz im Einsatz: Bei 15 Ambulanzdiensten wurden 770 ehrenamtliche Stunden geleistet. 400 Blutspender konnten 2015 begrüßt werden.

Die Feldküche war noch nie so oft im Einsatz wie im zu Ende gehenden Jahr: Rund 18.000 Mahlzeiten, 7.000 davon warm, wurden von den Rot-Kreuz-Leuten zubereitet. Die 60 Jahre alte Feldküche ist dabei kaputt geworden, eine andere Feldküche soll angeschafft werden. „Im Katastrophenfall können wir uns aus Mödling eine Feldküche ausborgen“, so die Info vom Roten Kreuz.

Ohne Spenden ginge es nicht

In allen Leistungsbereichen des Roten Kreuzes ist ein Wachstum bzw. mehr Bedarf in der Bevölkerung zu verzeichnen. So wächst zum Beispiel die Nachfrage nach Hauskrankenpflege. „Ohne die zahlreichen Spenderinnen und Spender wären viele unserer Sozialleistungen und auch der Rettungsdienst nicht finanzierbar“, erklärt Katrin Wiesinger.

Das Rote Kreuz bietet auch immer wieder Kurse an: 250 Personen aus der Bevölkerung haben im abgelaufenen Jahr einen Erste-Hilfe-Kurs oder einen Kindernotfall-Kurs besucht.

Bei der Weihnachtsfeier im Gasthaus Schmölz wurden auch heuer wieder zahlreiche Ehrungen vorgenommen. Besonders gedankt wurde Elisabeth Jansen, die jedes Jahr das Friedenslicht ausgibt, und Herrn Sprengnagel, Hauptsponsor beim Reserlmarkt.