Erstellt am 06. Oktober 2015, 05:02

von Beate Riedl und Renate Hinterndorfer

60 Flüchtlinge auf der A1 gestrandet. Keiner der Syrer und Afghanen suchte um Asyl in Österreich an, alle wollen weiter in den Norden Europas.

 |  NOEN, APA (epa/Symbolbild))

Es ist ein Wahnsinn, was da passiert“, sagt Bürgermeister Paul Horsak zum Thema Flüchtlingsbewegung.60 Transitflüchtlinge sind am Sonntagnachmittag bei Kirchstetten auf der Autobahn gestrandet.

Die Polizei wurde alarmiert. Auch der Ortschef wurde darüber informiert. „Es wurde alles über die Bezirkshauptmannschaft geregelt. Die Personen wurden zum Bahnhof Kirchstetten begleitet, von dort sind sie mit dem Zug nach Wien gefahren, wo sie registriert werden können“, berichtet der Bürgermeister.

Flüchtlinge auf der Durchreise

Die Böheimkirchener Polizei übernahm die Amtshandlung. „Wir sind zum Bahnhof gekommen, da waren 55 Flüchtlinge schon da, sie hatten sich bereits von der Autobahn auf den Weg zum Bahnhof gemacht“, berichtet der Einsatzleiter der Exekutive.

Fünf weitere Transitflüchtlinge wurden noch von den Beamten der Autobahnpolizei Altlengbach nach Kirchstetten gebracht, „sie wurden auf der Westautobahn aufgegriffen“, berichtet der Beamte.

Die flüchtenden Syrer und Afghanen, die allesamt auf der Durchreise durch Österreich sind, wurden mit dem nächsten Zug in die Bundeshauptstadt gebracht.

„Kein Einziger hat bei uns um Asyl angesucht, alle wollen nach Deutschland, Frankreich, Schweden oder Norwegen weiterreisen“, berichtet der Einsatzleiter.