Altlengbach

Erstellt am 22. September 2017, 05:42

von Ernst Klement

Norbert Hofer: „Ich will als Minister mitarbeiten“. Norbert Hofer kam nach Altlengbach, sprach über Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Asyl und die Ziele für seine weitere politische Zukunft.

Wilhelm Singer, Norbert Hofer (r.) und Inge Rauscher wurden im überfüllten Saal im Hotel Steinberger in Altlengbach begrüßt.  |  NOEN, Klement

„Direkte Demokratie und soziale Gerechtigkeit für Österreichs Bürger schaffen, neue Gefahr durch Asyl und Masseneinwanderung“ – mit diesen Themen beschäftigte sich der dritte Nationalratspräsident und FPÖ-Vizeparteichef Norbert Hofer bei seinem Besuch im überfüllten Saal des Hotels Steinberger in Altlengbach. Die unabhängige Initiative Heimat&Umwelt mit Obfrau Inge Rauscher lud zu diesem Diskussionsabend.

Nach der Begrüßung durch Gemeinderat Wilhelm Singer und Inge Rauscher begrüßte Hofer die Gäste, darunter auch einige aus der russischen und ungarischen Botschaft, was ihm viel Beifall bescherte: „Russland ist nicht unser Feind. Von Viktor Orban präsentieren die Medien ein vollkommenes falsches Bild, er ist ein hochintelligenter, warmherziger Mensch, den ich sehr schätze.“

„Bei der nächsten Bundespräsidentenwahl werde ich wieder antreten“

Dann skizzierte er kurz seine weitere politische Zukunft: „Bei der nächsten Bundespräsidentenwahl werde ich wieder antreten“, sagt Hofer. Bei der Nationalratswahl hofft er, dass die FPÖ in die Regierung kommt. „Ich will in der neuen Regierung als Minister mitarbeiten.“

Sein Auftritt in Altlengbach war quasi ein Probegalopp für die Präsentation des FPÖ-Programmes am nächsten Tag in Wien, so kamen auch die Forderungen für eine Koalition zur Sprache: Er nannte den Ausbau der direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild als absolute Voraussetzung für eine Regierungsbeteiligung.

Ebenso ein Muss: „Die Senkung der Steuerquote auf 40 Prozent und der Zugang zu Sozialleistungen für Ausländer erst nach fünf Jahren.“ Zu möglichen Koalitionsvarianten meinte Hofer: „Kern oder Kurz ist nach dieser Wahl Geschichte, ich hoffe nur, dass SPÖ und ÖVP gemeinsam keine Mehrheit erreichen.“