Erstellt am 12. Juni 2016, 07:20

von Eduard Riedl

Besonderes Jubiläum: Wallfahrt seit 333 Jahren. Aus Dank, dass sie von der Pest verschont wurden, pilgerten 1683 Menschen aus Langenrohr nach Maria Anzbach. Heuer waren 75 Wanderer unterwegs.

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Zum 333-jährigen Wallfahrtsjubiläum der Gemeinde Langenrohr kamen an die 200 Gläubige in die Wallfahrtskirche Maria Anzbach.

75 Teilnehmer gingen die 18 Kilometer lange Strecke zu Fuß: Sie starteten schon um 3.30 Uhr in der Früh und waren rechtzeitig zur Festmesse in der Kirche. Angeführt wurde die Gruppe von Bürgermeister Leopold Figl, der auch die Festansprache hielt. In der Kirche von Maria Anzbach erinnern ein gemaltes Bild und eine Gelöbnistafel zum 250 Jahr-Jubiläum 1933 an dieses Ereignis.

Gelöbnis der Vorfahren

„Seit 1683 hält unsere Gemeinde das Gelöbnis unserer Vorfahren ein, aus Dankbarkeit von der Abhilfe und Verschonung der damaligen Volksseuche, der Pest, jährlich zur Mutter der Barmherzigkeit nach Maria Anzbach zu pilgern. Anlässlich der 333-jährigen Jubiläums habe ich an Pfarrer Wilhelm Schuh eine von Eva Hameder gemachte Kerze übergeben, mit der Bitte, jedes Jahr wenn die Wallfahrer aus Langenrohr zur Dankesmesse kommen, die Kerze zu entzünden.“

Zum Schluss seiner Ansprache dankte Leopold Figl dem Pfarrer aus Langenrohr Anton Aichinger für die feierliche Festmesse und dem Kirchenchor aus Langenrohr, der die Messe musikalisch gestaltet hat. Auch Abordnungen der Feuerwehren, des Kameradschaftsbundes und der Vereine nahmen an der Wallfahrt teil.

Seit vielen hundert Jahren pilgern gläubige Menschen „Zur Mutter der Barmherzigkeit“ nach Maria Anzbach, um ihre Hilfe und ihre Gnade zu erbitten.

„Im Jahr 1933 wurde im Rahmen der Markterhebung der Ortsname Anzbach um die Bezeichnung Maria erweitert“, erklärt Pfarrer Wilhelm Schuh.

Im Laufe des Jahres kommen zahlreiche große und kleinere Wallfahrergruppen. Am 15. August, zu Maria Himmelfahrt, findet immer eine große Wallfahrerfeier statt.

Die Wallfahrer aus Langenrohr beim Jubiläum in der Wallfahrtskirche Maria Anzbach, in der Mitte Bürgermeister Leopold Figl mit der Votivkerze und Pfarrer Anton Aichinger.Riedl