Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:58

von Ernst Klement

Bis Kapstadt "geradelt". Mit dem Rad in die Schule – dieses Projekt an der Laabentaler Mittelschule war auch diesen Herbst ein voller Erfolg.

Die Schüler der 4a haben die Klassenwertung gewonnen und freuten sich über die Urkunde. Das Rad hat Elias van Mörl (Mitte) gewonnen.  |  NOEN, Ernst Klement

Kurz bevor der erste Schnee kam, beendeten die Schüler der Neuen Mittelschule Laabental die heurige Bikelinesaison. „Besonders im November hatten wir noch herrliche Tage zum Radfahren“, freut sich Direktor Rudolf Raberger. Die Schüler treffen sich in der Früh an den Bikelinehaltestellen und fahren gemeinsam zur Schule. Auf den Radwegen sind die Schüler sicher unterwegs. Direktor Rudolf Raberger: „Dadurch hatten wir auch noch nie einen Unfall.“ Während die Schüler ihren Schulweg mit dem Rad zurücklegen, reisen sie virtuell um die Welt: Bei einem Internet-Wettbewerb können die jungen Biker um die Welt radeln und Überraschungspreise gewinnen. Jedes Kind hat am Helm einen Chip, alle Daten werden damit am Schulcomputer registriert.

10.000 Kilometer "erradelt"

In einer „Street of fame“ werden jene Schüler geehrt, die die meisten Kilometer, die meisten Höhenmeter und die meisten Fahrten zurückgelegt haben. Am Freitag erfolgte die „Zeugnisverteilung“. Anton Mayr fuhr jeden Tag, bei jedem Wetter mit dem Rad zur Schule, genauso wie Leopold Kahri und Antonia Bresnik. Die meisten Kilometer radelte Elias van Mörl. Mit 556 Kilometer erreichte er Platz 1, gefolgt von Ferdi Pflügler (359 km) und Manuel Koch (315 km). Auf ihrer virtuellen Reise um die Welt sind die Laabentaler Kids mit 10.000 Kilometern gerade in Kapstadt angelangt.

Die heimische Wirtschaft stellte tolle Preise zur Verfügung. Die drei Laabentalgemeinden unterstützten die Aktion mit einem Rennrad, das Elias van Mörl gewann. Klassensieger mit den meisten Fahrten wurde die 4a mit Klassenvorstand Sabine Nowotny. Jeder Schüler bekam außerdem eine Pizza: „Die sportlichen Kids können sich diese Kalorienbombe locker leisten“, lächelt der Direktor.

Das Radfahren fördert die Leistungen in der Schule. Dass damit auch die Umwelt geschont wird, ist ein weiterer positiver Aspekt dieses Erfolgsprojektes.