Erstellt am 07. April 2017, 05:49

von Beate Riedl

Regen, Schnee, Hitze, Kälte genau im Blick. Seit 15 Jahren misst Robert Kotlaba Temperatur und Niederschlag, für sein Engagement wurde er nun ausgezeichnet.

In Vertretung von Robert Kotlaba nahm seine Frau Helene die Urkunde, die er von Landesrat Stephan Pernkopf für seine 15-jährige Tätigkeit als Beobachter der Niederschlagsmessstelle in Brand-Laaben erhielt, entgegen. Auch der Leiter der Abteilung Hydrologie und Geoinformation Peter Christian Labut gratulierte.  |  NOEN, NLK Burchhart

Seit 15 Jahren hat Robert Kotlaba das Wetter genau im Blick, jeden Tag schreibt er Temperatur und Niederschlagsmenge genau auf und übermittelt die Daten an das Land NÖ. Für sein Engagement wurde er, neben 36 anderen Messstellenbeobachtern, nun von Umweltlandesrat Stephan Pernkopf geehrt.

„In Niederösterreich sind 540 Privatpersonen für den Hydrographischen Dienst an insgesamt 930 Messstellen tätig, viele von ihnen seit Jahrzehnten. Auch modernste Technik kann diese verantwortungsbewussten Beobachter nicht ersetzen. Auf ihre Beobachtungen baut das Hochwasser-Vorwarnsystem“, betonte Pernkopf bei der Urkundenverleihung.

Gesammelte Daten enorm wichtig

„Die Dienstleistungen der Beobachter sind von wichtiger Bedeutung, denn nur mit Kenntnis der gesammelten Daten ist es überhaupt möglich, Hochwasserschutzbauten, Kanalisationsanlagen, Trinkwasserbrunnen und viele andere Bauwerke technisch einwandfrei und kostengünstig zu planen. Gerade bei den letzten Hochwässern brachten uns die Beobachter wichtige Informationen, auf die wir uns zu jeder Zeit verlassen konnten“, so Pernkopf.

Kotlaba, der in Brand-Laaben die Wienerwald Jagdstube führt, hat diese Tätigkeit vor 15 Jahren übernommen, „weil mich der Vorgänger angebettelt hat, das zu machen.“

Täglich notiert er Niederschlagsmenge und Temperatur, seit einiger Zeit kontrolliert er auch die Messwerte der elektronischen Wetterstationen, „denn die fällt manchmal auch aus“, erzählt er. Wenn Robert Kotlaba selbst einmal keine Zeit hat springt seine Frau Helene ein oder Christine Herzog, die in der unmittelbaren Umgebung wohnt.

„Es ist noch kein Tag ausgefallen“, zeigt sich Kotlaba stolz, Statistik über die letzten 15 Jahre geführt zu haben. Ans Aufhören denkt er nicht: „Ich mache das, so lange es geht.“