Erstellt am 01. Januar 2016, 05:43

von Renate Hinterndorfer

Buch-Präsentation von Helga Ecker. "Und Anna sitzt dazwischen" ist der Titel des Werks, das die Neulengbacherin vor Weihnachten herausgebracht hat.

Helga Ecker freut sich über ihr neues Buch über das Mädchen Anna und dessen Entwicklung.  |  NOEN, zVg

Helga Ecker schreibt gern. Jetzt hat sie ein Buch veröffentlicht: „Und Anna sitzt dazwischen. Versuch eines Ministerialbeamten, ein wirkungsvolles und angemessenes Schulsystem in Gang zu setzen“ lautet der Titel. Sieben Jahre – mit einigen Pausen – hat die Neulengbacherin an dem Werk gearbeitet.

Helga Ecker hat sich intensiv mit der Stellung der Frau und dem Thema Bildung beschäftigt. Als „katholisches Arbeitermädchen vom Land“ hatte sie es nicht leicht. Sie war ja „nur“ ein Mädchen.

Herzenswunsch konnte erfüllt werden

Ihren Herzenswunsch, zu studieren, konnte sie sich erst als Erwachsene erfüllen: „Mit 45 Jahren habe ich die Studienberechtigungsprüfung gemacht.“ Ein Jahr später begann sie mit dem Studium der Pädagogik und Psychologie. Mit 53 war sie mit dem Studium fertig.

Viele pädagogische und psychologische Grundannahmen hat Helga Ecker bei ihrem Studium kennengelernt. Vieles davon ist in ihr Buch eingeflossen. Aber auch ihre Erfahrungen mit Menschen, die es im Leben nicht so einfach haben, hat sie in dem Buch verarbeitet.

Sie selbst bezeichnet ihr Buch als „neues Sprachprotokoll, weil nah am Erleben eigenwillige Persönlichkeitsmerkmale beschrieben werden.“

Zum Inhalt: Anna streift gerne mit ihrem Freund durch Hohlwege und über Gstätten in kultivierten Naturlandschaften. Der Bub wirkt auch als Ministrant an geheimnisvollen Ritualen in der katholischen Kirche mit. Annas geschiedene Eltern bieten aufgrund ihrer widersprüchlichen Vorbildwirkungen nur geringe Orientierungsmöglichkeiten für die Heranwachsende.

Das Gedanken- und Beziehungsgeflecht des Mädchens wird von der Autorin mit pädagogisch wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zu einer Geschichte verwoben. Und es kommt zu manch überraschender Wendung.

Helga Ecker hat das Buch im Eigenverlag herausgegeben. 200 Exemplare wurden gedruckt.