Eichgraben

Erstellt am 12. August 2016, 04:27

von Andrea Stoiser

Finanzielle Hilfe für die Rettungsstelle. Alfred Rosner und Monika Neubauer gründeten einen Verein, der den ASBÖ in Eichgraben unterstützen soll.

Alfred Rosner und Monika Neubauer (v.r.) freuen sich auf die neue Aufgabe im neu gegründeten Verein für den ASBÖ Eichgraben.  |  NOEN, Stoiser

„Eichgraben ist die lebens- und liebenswerteste Gemeinde des Wienerwalds.“ Dieser Satz – den Alfred Rosner und Monika Neubauer beim Neubürgerempfang vor drei Jahren von Bürgermeister Martin Michalitsch gehört haben – hat beide beeindruckt. „Damit dieser Slogan auch in Zukunft der Realität entspricht, sind nicht nur seitens der Gemeinde, sondern auch von jedem Einzelnen, Bemühungen notwendig“, geben sich beide überzeugt. Dazu gehöre auch - und vor allem, persönliches soziales Engagement.

Nach einem NÖN-Bericht über die finanziellen Schwierigkeiten der Rettungsstelle Eichgraben, haben Rosner und Neubauer Kontakt zu Obmann Philipp Schmid aufgenommen. Nachdem ihnen die Lage des ASBÖ Eichgraben in vollem Ausmaß vor Augen geführt wurde, stellte sich nur eine Frage: „Wie können wir helfen?“ Nach Lagebesprechungen entschloss sich Rosner, einen Förderverein für die Rettung Eichgraben zu gründen. „Nur hier leben, ist zu wenig!“, begründet der Beamte sein Engagement. Ursprünglich wollte Rosner die Gründung des Fördervereins „Unsere Rettung“ nur organisieren und keine leitende Funktion einnehmen.

„Für den Obmann oder die Obfrau hätte ich mir eine bekannte, aber überparteiliche Eichgrabener Persönlichkeit gewünscht. Alle, die ich angesprochen habe, sicherten zwar zu, dass sie mithelfen wollen, aber nicht ganz vorne“, erzählt er. Nachdem die Vereinsgründung erledigt und der Platz an der Spitze immer noch frei ist, wird Rosner nun als Obmann kandidieren. Veit Uthe, ehemaliger geschäftsführender Gemeinderat, wird ihm als Stellvertreter zur Seite stehen. Monika Neubauer wird sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern.

„Unterstützung aus Nachbargemeinden“

 

Der Förderverein ist eine unpolitische, überparteiliche Plattform zur langfristigen Unterstützung der Rettung Eichgraben. „Wir agieren überregional und hoffen auch auf Unterstützung aus den Nachbarorten, die von der Eichgrabener Rettung betreut werden“, so Rosner. Ganz oben auf der To-Do-Liste des Vereins steht die Aufklärung der Bevölkerung. „Es ist wenig bekannt, dass die Rettungsorganisationen 6,60 Euro für jede Verständigung durch das zentrale Rettungssystem Notruf 144 zahlen müssen. Das sind für die Rettungsstelle Eichgraben 30.000 Euro pro Jahr.“

 

Auch den Satz „Das zahlt eh alles die Krankenkasse“ kann er so nicht stehen lassen. Die Krankenkassen kommen für die Kosten der Rettung nur zum Teil auf. „Die Gemeinde und die örtliche Wirtschaft unterstützen die Rettung seit Jahren vorbildlich. Leider reiche das nicht aus, um den Bestand der Rettungsstelle zu sichern. Durch die Mitgliedschaft im Verein kann nun jeder Bürger mit 25 Euro pro Jahr seinen Beitrag dazu leisten“, erklärt Alfred Rosner, der auch den Kontakt zu den örtlichen Vereinen suchen will.

Neben der Aufklärungsarbeit möchte der Förderverein auch die Unterstützung durch regionale und überregionale Förderer forcieren, sowie Infoveranstaltungen und Vorträge organisieren. „Weitere Pläne gibt es einige, aber die werden nach der Wahl mit dem Vorstand besprochen“, sagt Rosner. Er betont auch, dass es seitens des Fördervereins keine Einmischung in die Arbeit der Rettung gibt, das ist in den Statuten festgeschrieben. Der Verein sorgt für die finanzielle Unterstützung, über die Verwendung der Zuwendungen entscheidet die Rettungsstelle alleine. Infos unter unsere.rettung@gmx.at oder 0664/ 2111571.