Erstellt am 10. März 2016, 05:04

Ein Jahr im Amt: Ortschef zieht Bilanz. Bürgermeister Michael Göschelbauer über die Zusammenarbeit mit SPÖ und FPÖ und die gestarteten Projekte.

Mit einer Torte wurde der Bürgermeister zum einjährigen Amtsjubiläum überrascht: Franz Janus, Annemarie Widauer, Bernadette Beaumont, Sabine Kellner, Michael Göschelbauer, Markus Dürer, Erika Lihotzky, Agnes Leschy.  |  NOEN, zVg

Seit einem Jahr ist Michael Göschelbauer nun als VP-Bürgermeister in Altlengbach im Amt. Er hat Wolfgang Luftensteiner (SP) abgelöst. „Es ist keine einfache Ausgangslage“, sagt Göschelbauer: „Wir haben einen Mandatsgleichstand mit der SPÖ, jede Partei hat zehn Mandate. Da muss man immer den Kompromiss suchen.“ In manchen Sachfragen sei das schwierig, bisher sei es aber immer gelungen.

Eine wichtige Rolle spielt Vizebürgermeister Daniel Kosak (VP). „Er ist manches Mal das Bindeglied zwischen mir und meinem Amtsvorgänger. Er gleicht aus, wenn ich vielleicht zu schnell und ungestüm bin, er hat uns bislang immer gute Wege aufgezeigt, dass wir diese Partnerschaft der beiden Großparteien gut umsetzen können.“

Mehrere Projekte sind in Arbeit

In der Gemeindearbeit, so der Bürgermeister, gehe es Schlag auf Schlag voran. „Wir haben den dringend notwendigen Neubau des Kindergartens auf Schiene gebracht. Die Ausschreibung läuft, noch heuer ist Baubeginn. Wir haben nach langwierigen Verhandlungen den gemeinsamen Kreisverkehr von Altlengbach und Neustift-Innermanzing zustande gebracht. Auch dieser soll noch in diesem Frühjahr begonnen und auch fertiggestellt werden.“ Auch eine Neuordnung der Kinderbetreuung in der Gemeinde war dringend notwendig, so Göschelbauer.

„Wir mussten die Verträge mit der Volkshilfe aus Kostengründen beenden. Die Defizite, die wir daraus abzudecken hatten, waren viel zu hoch.“ Nun werden die drei Laabental-Gemeinden die Kleinkindbetreuung in die eigenen Hände nehmen. „ Bereits in den nächsten Wochen soll ein Verein gegründet werden, unter dessen Organisation dann Krabbelstube und schulische Nachmittagsbetreuungen in zwei Schulen abgewickelt werden.“ Auch im Wohnbau stehen zukünftig große Projekte an. „Wir sind seit Monaten in permanenten Verhandlungen. Es schaut gut aus, dass es hier bald Neuigkeiten gibt.“ Das Verhältnis zu seinem Amtsvorgänger Wolfgang Luftensteiner beschreibt Göschelbauer als korrekt.

„Wir haben eine gute Gesprächsbasis. Dass wir nicht in allen Dingen einer Meinung sind, liegt selbstverständlich auf der Hand. Das ist vielleicht auch eine Altersfrage.“

"Bei allen Abstimmungen dagegen sein, das ist für mich kein politisches Konzept"

Wenig kann der junge Bürgermeister mit der Ein-Mann-Fraktion der Freiheitlichen anfangen. „Ich bin immer wieder entsetzt, wie destruktiv sich die FPÖ verhält. Alles nur schlecht zu reden, bei allen Abstimmungen dagegen sein, das ist für mich kein politisches Konzept. Dazu kommt, dass Herr Singer ja am Leben in der Gemeinde de facto nicht teilnimmt. Er kommt vier Mal im Jahr zur Gemeinderatssitzung, ansonsten hört und sieht man in der Gemeinde nichts von ihm.“
Die Gemeinderatsriege überreichte Michael Göschelbauer zu seinem einjährigen Jubiläum feierlich eine selbst gemachte Torte.

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