Erstellt am 14. September 2015, 15:05

von Renate Hinterndorfer

Langs Rücktritt gefordert. Nach ausländerfeindlichen Äußerungen auf Facebook ist FP-Mandatar Florian Lang in die Kritik geraten.

FP-Gemeinderat Florian Lang wurde zum Rücktritt aufgefordert.  |  NOEN

Heftige Diskussionen zum Thema Flüchtlingsunterkunft gab im Gemeinderat.Manfred Schweighofer (SP) forderte Florian Lang (FP) zum Rücktritt auf.

„Du befürchtest, Nachbarn zu kriegen, die du als Raskacheln bezeichnest. Das steht auf Facebook. Du schreibst, du hast schon einen Schroterer bestellt, falls sich jemand auf dein Grundstück verirrt. Das ist eine gefährliche Drohung, das müsste ich zur Anzeige bringen“, so der SP-Gemeinderat: „Das widerspricht allen Grundsätzen und ich fordere dich auf zurückzutreten.“ Für diese Wortmeldung gab es Applaus.

Matzel: „Das sind Stasi-Abhörmethoden“

Florian Lang erklärte, er habe das nicht auf Facebook öffentlich gepostet. Schweighofer hat ein Pdf mit den Aussagen.

FP-Gemeinderat Peter Matzel spricht von „Stasi-Abhörmethoden des Herrn Gemeinderat Schweighofer. Es ist bedenklich wenn private, aus dem Zusammenhang gerissene Konversationen unter Bekannten im Zuge einer Gemeinderatssitzung ohne vorherige persönliche Rücksprache mit dem Betroffenen öffentlich gemacht werden.“

„Haltet in manchen Sachen die Klappe, 
das ist meine große Bitte.“ 
SP-Gemeinderat Alfred Hackl zur FPÖ

SP-Gemeinderat Alfred Hackl zeigte sich empört über die FP-Aussagen im Bezug auf die Flüchtlingsproblematik: „Das ist eine Partei, die nichts kann als einen Keil in die Bevölkerung zu treiben, das ist wirklich erschütternd.“ Ziemlich still war es im Sitzungssaal bei Hackls weiteren Ausführungen:

„Man kann sich nicht vorstellen, was in Syrien passiert. Die Leute haben nur die Chance dem IS beizutreten oder ermordet zu werden. Vier Millionen Syrer sind auf der Flucht. Und wenn es darum geht, dass man bei uns acht Flüchtlinge aufnimmt, dann machen wir so eine Diskussion.“