Erstellt am 05. April 2016, 05:34

von Renate Hinterndorfer und Ernst Klement

Fusion bei Raiffeisen. Laaben-Maria Anzbach wird mit Wienerwald fusioniert. Beschlüsse wurden in der Vorwoche gefasst, umgesetzt wird der Zusammenschluss im Mai.

Thomas Schwed, Andreas Ritzengruber, Fritz Schmölz, Oswald Steinberger, Elisabeth Schemper Duch, Leopold Daxböck, Gottfried Kult mit den beiden Geschäftsführern Alfons Neumayer und Gerald Binder.Klement  |  NOEN

Ende des Vorjahrs wurde bekannt, dass bei Raiffeisen eine Fusionierung im Gespräch ist, jetzt ist es fix: Die Raiffeisenbank Laaben-Maria Anzbach wird mit der Raiffeisenbank Wienerwald zusammengeführt. Eine noch stärkere Zusammenarbeit sei sinnvoll, um gemeinsam erfolgreich die Anforderungen der Zukunft zu bewältigen, so die Begründung für den Schritt. „Unser Ziel war die Verschmelzung beider Raiffeisenbanken, um auf Basis einer schon bisher soliden und nachhaltigen Geschäftspolitik eine langfristige Existenzsicherung zu gewährleisten“, betont Direktor Alfons Neumayer von der Raiffeisenbank Wienerwald.

Die Verschmelzung wurde in der Vorwoche in den Generalversammlungen der beiden Raiffeisenbanken mit überwältigender Mehrheit ohne Gegenstimme beschlossen und wird im Mai umgesetzt.

Obmann Gottfried Kult skizzierte bei der Versammlung im Hotel zur Post in Laaben den Weg zum Entschluss, die Eigenständigkeit der Raiba Laaben-Maria Anzbach zu beenden: „Die Krise in der Bankenbranche und die enorm hohen EU-Auflagen zwingen die kleinen Banken in die Knie und uns zu diesem Schritt, der uns allen nicht leicht fällt.“ Die Raiba Laaben-Maria Anzbach hat durch das enorm hohe Engagement der Mitarbeiter immer gute Gewinne geschrieben, sodass sie lange als kleine Bank ihre Eigenständigkeit bewahren konnte. Aber: „Das neue Bankengesetz schreibt Banken eine Eigenkapitalrücklage von fünf Millionen vor, das können wir nicht erfüllen“, so Kult. Auch der Revisor der Raiffeisen-Landesbank Stefan Schmutzer stellte der Raika Laaben-Maria Anzbach ein gutes Zeugnis aus, riet aber dennoch zur Fusion.

Alle Mitarbeiter werden übernommen

Alle Mitarbeiter werden übernommen, die Geschäftsführer werden in der Raiba Wienerwald als Prokuristen tätig sein. Derzeit hat das Geldinstitut Laaben-Maria Anzbach 1712 Mitglieder. Die Bank wird mit sechs Regionalräten in der Bank Wienerwald vertreten sein. Diese sind: Oswald Steinberger, Leopold Daxböck, Gottfried Kult und Fritz Schmölz aus Laaben sowie Elisabeth Schemper-Duch und Andreas Ritzengruber aus Maria Anzbach.

Beide Bankstellen bleiben in vollem Umfang erhalten. Es gibt keinen Personalabbau und keine Einschränkungen. Die Öffnungszeiten der zwei Bankstellen Laaben und Maria Anzbach werden an die der Raiffeisenbank Wienerwald angepasst und somit ausgeweitet. Alle Bankstellen haben täglich von 8 bis 12.30 Uhr und Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 18 Uhr geöffnet, ab 2. Mai gilt das auch für Laaben und Maria Anzbach.

Der Direktor der Raiffeisenbank Wienerwald Alfons Neumayer freut sich über die Zusammenarbeit: „Wir übernehmen viele hervorragende Mitarbeiter. Sie sind das wichtigste Bindeglied zwischen Bevölkerung und Bank.“

Die Raiffeisenbank Wienerwald hat nach der Fusion zwölf Bankstellen und eine Bilanzsumme von rund 700 Millionen Euro. Das Geldinstitut hat rund 37.000 Kunden und 109 Mitarbeiter.