Erstellt am 19. Januar 2016, 05:48

Grüne besorgt um Biber. / Dass die Nager jetzt an bestimmten Stellen bejagt werden dürfen sorgt bei Stadträtin Barbara Löffler für keinen Jubel. Sie hofft auf verantwortungsvollen Umgang.

Die Neulengbacher Grünen werden die Maßnahmen gegen die Biber besonders im Auge haben.  |  NOEN, zVg

Die Mitteilung, dass Biber jetzt in Neulengbach bejagt werden dürfen, ist für uns kein Grund zum Jubeln“, betont Barbara Löffler von den Neulengbacher Grünen.

Wie berichtet richten die Biber immer wieder Schäden an, der Wasserverband Große Tulln hat jetzt den Bescheid bekommen, dass die Nager in bestimmten festgelegten Bereichen bejagt werden dürfen.

Die Neulengbacher Grünen betonen: „Für uns ist der Biber ein wichtiges Zeichen dafür, dass sich eine streng geschützte Tierart, die in unserem Gebiet schon ausgerottet war, wieder etablieren konnte. Das zeigt, dass wir der natürlichen Entwicklung unserer Landschaft noch genügend Raum geben. Abgesehen davon, ist es spannend, die Biberspuren zu beobachten. Unsere Kinder lieben es, wenn sie angenagte Bäume oder sogar einen Biberdamm entdecken.“

Hinweis auf Schutzstatus des Bibers

Deshalb sei die Mitteilung, dass Biber nun abgeschossen werden dürfen, zunächst ein Schock. „Wenn man sich den Bescheid allerdings genauer anschaut, wird auf den Schutzstatus des Bibers explizit hingewiesen“, so Barbara Löffler. Um die Population nicht zu gefährden, ist nur die Entnahme einzelner Tiere an sehr genau definierten Stellen erlaubt. Bevor ein Tier gefangen, getötet oder abgeschossen werden darf, müssen vorher alle gelinderen Mittel versucht worden sein. „Wir erwarten uns einen sehr verantwortungsbewussten Umgang der Verantwortlichen mit diesem Thema“, so Löffler.

Auch Gemeinderätin Sabine Engelmaier-Zinner betont: „Wir werden genau beobachten, ob die Vorgaben genau eingehalten werden.“