Erstellt am 07. Oktober 2015, 07:12

Hilfe für Bedürftige. Seit einem halben Jahr werden Hygieneartikel und Kleidungsstücke gesammelt. Freiwillige helfen beim Sortieren. ALTLENGBACH / 

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Etwa seit einem halben Jahr besteht im Herzen Altlengbachs eine "Kleiderkammer" für Flüchtlinge und sozial bedürftige Menschen. „Angefangen hat es damit, dass der Verkaufsraum der ehemaligen Trafik adaptiert wurde“, erzählt Vizebürgermeister Daniel Kosak. „Die Gemeinde hat dieses Haus gekauft, weil es später einmal für die Neugestaltung des Ortszentrums gebraucht wird. Im Moment steht es leer und kann daher für die Kleiderkammer genutzt werden.“

Große Hilfs- und Spendenbereitschaft bei der Bevölkerung 

Die große Hilfs- und Spendenbereitschaft der Bevölkerung hat jetzt dazu geführt, dass die Sachspenden in fünf Räumen des Gebäudes gelagert werden. „Ich habe im Internet einen Aufruf gestartet, der dazu geführt hat, dass auch aus Wien dutzende Wagenladungen mit Spenden abgegeben wurden“, so Kosak. In den vergangenen Wochen haben viele freiwillige Helfer für die Sortierung der Waren gesorgt.

Für die Unterbringung von Menschen ist das Gebäude nicht geeignet, weil keine funktionierende Heizanlage und nicht ausreichend Sanitärräume verfügbar sind.

Mit den Spenden werden Flüchtlinge mit dem Nötigsten versorgt, die Einrichtung steht aber auch sozial bedürftigen Menschen aus der Region offen. Jeden Mittwoch, von 17 bis 19 Uhr, ist die Kleiderkammer geöffnet, in dieser Zeit können Sachen gebracht werden und Bedürftige können Sachen abholen. „Wir schauen dabei nicht darauf, woher jemand kommt, niemand muss etwas vorlegen“, so Kosak. Die Einrichtung kann von Flüchtlingen und sozial Schwachen auch aus anderen Gemeinden genutzt werden.

Derzeit ist die Einrichtung sehr gut ausgestattet, wer etwas spenden möchte, kann am besten mit Zahnpasta, Zahnbürsten und Hygieneartikeln helfen.

In Schuss gehalten wird die Kleiderkammer ausschließlich von freiwilligen Helfern, darunter auch Mitarbeiter der Gemeinde und der ASBÖ-Rettungsstelle. „Vor kurzem haben mich sogar vier Schülerinnen aus Wien angeschrieben, die regelmäßig zu uns kommen wollen, um zu helfen“, so Kosak. Er selbst wohnt in unmittelbarer Nähe und nimmt auch oft Spenden außerhalb der Öffnungszeiten entgegen und sortiert sie gleich ein. Bei einem Besuch der Einrichtung dankte auch Bürgermeister Michael Göschelbauer den fleißigen Helfern.