Erstellt am 31. März 2016, 13:04

von Andrea Stoiser

Jetzt kommt Ökostrom. Eichgrabener Gemeinderat hat den Umstieg von der EVN auf Naturkraft-Ökostrom einstimmig beschlossen.

Alireza Sarvari, Georg Ockermüller, Ernst Singer, Manfred Schneider, Johannes Maschl, Michael Pinnow und Alfred Gleitsmann (v. l.) freuen sich über den einstimmigen Beschluss.  |  NOEN, Stoiser

Die Verbrennung fossiler Energieträger ist hauptverantwortlich für den Klimawandel. Eichgraben als Klimabündnis-Gemeinde leistet mit dem Umstieg auf einen Ökostromanbieter hier einen Beitrag für die erneuerbaren Energieträger“, berichtet Umweltgemeinderat Michael Pinnow (Grüne).

Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen 

Ab April wird die Marktgemeinde Eichgraben mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen beliefert. Grundlage dafür ist ein einstimmiger Gemeinderatsbeschluss. „Diese Umstellung spart der Marktgemeinde einerseits Energiekosten, auf der anderen Seite werden dadurch jährlich 216 Tonnen CO2 eingespart. Diese Menge ist vergleichbar mit dem CO2-Ausstoß von 216 Kleinwagen, die jährlich 10.000 Kilometer zurücklegen. Der ökologische Fußabdruck der Gemeinde wird damit deutlich reduziert“, freut sich der Energie- und Mobilitätsbeauftragte Gemeinderat Johannes Maschl (ÖVP).

Klimafreundlichen Strom erkennt man am Österreichischen Umweltzeichen ZU 46. Dieser muss ganz klare Anforderungen erfüllen: Mindestens 1,4 Prozent Strom aus Photovoltaik, maximal 79 Prozent Stromanteile aus Wasserkraft, die restlichen Stromanteile können aus Windenergie, Biomasse oder Erdwärme stammen.

„Die Herkunft der elektrischen Energie sowie die Umweltauswirkungen werden jährlich vom TÜV Austria geprüft und mittels Zertifikat bestätigt. Mit dem Umstieg auf einen Ökostromanbieter erhöhen wir die Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energiequellen und fördern somit den Ausbau von Kleinwasserkraftwerken sowie sonstigen Ökostromanlagen“, erklärt Pinnow.

„Der ökologische Fußabdruck der Gemeinde wird damit deutlich reduziert.“ Johannes Maschl

Zum Argument, dass Strom kein Mascherl hat, sagen Pinnow und Maschl: „Zur besseren Verständlichkeit der entstehenden Vorteile durch einen Umstieg auf Ökostrom kann man sich das Stromnetz als einen See vorstellen. Durch die Verbraucher wird Strom aus dem See entnommen. Durch die Kraftwerke wird Strom in den See eingespeist, wobei der Spiegel des Stromsees stets auf konstanter Höhe gehalten werden muss. Im Stromsee vermischen sich alle Arten der Stromerzeugung. Je mehr Verbraucher auf den Bezug von Ökostrom umsteigen und damit den Bau von neuen Ökostromanlagen fördern, desto mehr Ökostrom wird in den See eingespeist und umso sauberer wird die Zusammensetzung des Stromsees.“

Zum Thema

Naturkraft ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Energieallianz Austria GmbH, an der Energie Burgenland AG mit 10 Prozent, EVN AG mit 45 Prozent und WIEN ENERGIE GmbH mit 45 Prozent beteiligt sind.