Eichgraben

Erstellt am 14. Juli 2016, 05:55

von Andrea Stoiser

Eichgrabener erfolgreich: Mit Händen & Füßen. Florian Bartl hat das Kickboxen für sich entdeckt. Mama Gertrude schaut bei Kämpfen nicht so gerne zu.

Florian Bartl ist ein Kickbox-Talent und freut sich über Kampfangebote aus der ganzen Welt. Stoiser  |  NOEN

„Träume nicht dein Leben, sondern, lebe deine Träume“, sagt ein Sprichwort - und nach diesem Motto gestaltet sich der 17-jährige Eichgrabener Florian Bartl seit über vier Jahren sein Leben. Seine Berufung hat der Teenager im Kampfsport, genauer gesagt im Kickboxen gefunden.

Vielseitiges sportliches Interesse

Florian Bartl besuchte die Volksschule in Eichgraben und wechselte dann ins Wienerwaldgymnasium nach Tullnerbach. Seine sportliche Laufbahn begann mit fünf Jahren im Fußballverein Eichgraben, mit sieben Jahren begann er in der Volksschule mit Judo. Vier Jahre betrieb er auch Vereinsskisport im „Skiclub Tullnerfeld“. Doch auf seine richtige Berufung stieß er mit 12 Jahren. „Ich hab mir damals einen Kickboxfilm angeschaut, da wusste ich - das möchte ich auch probieren“, erzählt der junge Eichgrabener. Trotz der Skepsis seiner Eltern begann er die Suche nach einem Kickbox-Verein und wurde beim „Octagon team Vienna“ neben dem Wiener Westbahnhof fündig. Er begann im April 2012 mit dem Training, im März 2013 erkämpfte er sich bereits den Vizestaatsmeistertitel U14 Leichtkontakt. Danach folgte ein Erfolg nach dem anderen, national und international. Seit 2015 kämpft er mit Vollkontakt. Im März 2016 wurde er in seiner Klasse zum Staatsmeister gekürt und letztes Monat siegte er beim „Battle of Nations 2“ in Toronto in Kanada gegen den Lokalmatador „Rocky“ in allen fünf Runden.

„Bei den Kämpfen schaut meine Mutter nicht gerne zu“

Gertrude und Bernhard Bartl sind stolz auf ihren Sohn und unterstützen ihn, wo es nur geht. „Nur bei den Kämpfen schaut meine Mutter nicht gerne zu“, erzählt Florian Bartl, der von Montag bis Freitag jeden Tag nach der Schule bis zum Abend im Verein trainiert. Am Wochenende hält er sich im Fitnesscenter in Form. Viel Zeit für Schule und Freunde bleibt ihm da nicht. „In der Schule passt es trotzdem. Die Zeit zum Lernen ist ausreichend. Nächstes Jahr in der 8. Klasse muss ich mich wahrscheinlich ein wenig mehr hineinknien“, meint er lachend. Sein Ziel ist jetzt erst mal die Matura. Was er danach machen möchte, weiß er noch nicht genau. Dafür kennt er seine sportlichen Pläne um so genauer: „Ich möchte auf jeden Fall weiterhin viel Erfahrungen sammeln und von den Amateuren ins Profilager kommen!“ Da sein Verein und der Österreichische Bundesfachverband für Kick- und Thaiboxen über exzellente weltweite Kontakte verfügt, bekommt das junge Talent bereits viele tolle Kampfangebote aus der ganzen Welt. Obwohl die Grundkosten wie Flug und Aufenthalt von den einladenden Vereinen bezahlt werden, ist jede Reise für Florian Bartl kostspielig. Außerdem möchte er sich bald eine eigene kleine Wohnung in Wien suchen, damit er nicht mehr pendeln muss. Daher ist er jetzt auch auf der Suche nach Sponsoren.