Herzogenburg , Kirchstetten

Erstellt am 26. Juli 2016, 08:51

von Leopold Wanderer

Auf allen fünf Kontinenten mit dem Fahrrad. Heidi und Markus Dangl haben mit ihren Rädern 60.000 Kilometer zurückgelegt. Dabei fuhren sie durch 30 Länder. Nun wurden sie triumphal empfangen.

Unter dem Applaus ihrer Fans fuhren Heidi und Markus Dangl am vergangenen Samstag um 16 Uhr am Kirchenplatz, von wo sie auch gestartet sind, nach 60.000 Kilometer im Sattel, ein.  |  NOEN, Kopitz

Unter dem Applaus zahlreicher Freunde, Bekannter und Fans fuhren am Samstag Heidi und Markus Dangl mit ihren Rädern unter Begleitung einiger Freunde am Kirchenplatz in Herzogenburg ein, von wo sie am 1. April 2013 zu einer Weltumrundung gestartet sind. Mit einem Willkommenstrunk und Blumen wurden die beiden Totzenbacher auch von Freunden und Bekannten bei der Ortseinfahrt ihres Heimatortes begrüßt.

In drei Jahren und mehr als drei Monaten hat das Duo 60.000 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt und ist auf fünf Kontinenten durch 30 Länder gefahren.

Die Nachbarn empfingen die beiden Sportler in Totzenbach: Christa Sehnal, Maria Wanderer, Heidi Dangl, Sabrina Pillenbauer mit Söhnchen Elias, Angela Pillenbauer, Markus Dangl, Franz und Rudolf Pillenbauer.  |  NOEN, Wanderer

Die beiden Diplom-Krankenpfleger haben jahrelang gespart, um sich diesen Traum erfüllen zu können. Und sie haben es keine Sekunde bereut. „Wir sind dankbar, dass wir diese Fahrt machen durften, obwohl es kein Urlaub war und wir nicht nur mit zahlreichen Wadenkrämpfen kämpfen mussten, sondern auch mehr als 100 Liter Schweiß vergossen haben“, so Markus Dangl, der sich gemeinsam mit Heidi schon auf Dinge freut, die für uns alltäglich sind wie zu duschen und Wasser aufdrehen zu können, ohne ein schlechtes Gewissen haben müssen.

Besonders das Wasser hat es den beiden Roadrunners angetan, denn sie wollten mit ihrer Aktion ja auch die Organisation „Leben braucht Wasser“ unterstützen, die sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser für die Kinder in Afrika einsetzt.

Kampf gegen die Wasserarmut

Diese Organisation wurde von Dietmar Stuck ins Leben gerufen, der als Geschäftsführer einer St. Veiter Firma mit seinem Team im Jahr 2008 eine Urlaubsreise nach Kenia unternommen hatte und dort in abgelegenen Dörfern sehen musste, wie Kinder mühsam Löcher in den Erdboden kratzen, um an lebensnotwendiges Wasser zu kommen. Diese erschreckenden Bilder der Wasserarmut in Kenia haben die Mitglieder des Teams veranlasst, sich aktiv für Menschen in wasserarmen Ländern einzusetzen.

Selbstverständlich haben die Dangls bei ihrer Fahrt durch Afrika - der für sie der anstrengendste Kontinent war - auch die „Life-Needs-Water“- Zentrale in Tansania besucht: „Die Stadt Moshi am Fuße des Kilimanjaro war für uns immer ein Fixpunkt der Reise, wir wollten unbedingt mit eigenen Augen sehen, wo die Spendengelder hingehen und was damit geschieht.“

„Schönstes Land war für uns China“

Zahlreiche Erlebnisse pflasterten ihre Fahrt durch die vielen Länder. Das schönste Land, kulturell und landschaftlich, war für sie China. Das Erlebte wollen sie in den nächsten Monaten zu einem Vortrag verarbeiten.

Und wie geht es künftig mit Heidi und Markus Dangl weiter?

„Vorläufig ist keine neue Fahrt in Sicht - aber sehen wir später einmal weiter“, so Heidi Dangl. Sowohl der Reisebericht als auch Berichte über die Wasser-Organisation sind auf „2road-runners-on-tour.at“ und „lifeneedswater.org“ zu sehen.