Erstellt am 21. September 2015, 15:27

von Bernhard Schiesser

Ambichl zum Quadrat. Bernhard Schiesser über die Leistungen eines Kickers sinnbildlich für ein ganzes Team.

Ja, Manuel Hartl trifft momentan nach Belieben. Ja, auch die Youngsters David Stec und Patrick Schagerl machen über die Flügel mächtig Betrieb. Und ja, Michael Huber und Martin Grasegger halten mit staubtrockenen Leistungen die dezimierte Defensive des SKN St. Pölten zusammen. Das Herz im Spiel der Wölfe ist derzeit aber ein anderer.

Michael Ambichl war in Salzburg der beste Mann am Platz. Auch beim 2:0-Derbysieg gegen Wiener Neustadt überzeugte das SKN-Urgestein. Dazwischen – gegen den Floridsdorfer AC – war Ambichl eher weniger gut. Sofort geriet das SKN-Spiel ins Stocken.

Der 24-Jährige galt seit jeher als großes Talent. So richtig den Durchbruch schaffte der Lokalhero aus Pyhra nie. Nach zwei, drei guten Partien folgten zumeist fünf schlechte. Irgendwie steht Ambichl stellvertretend für die sportlichen Auf und Abs beim SKN St. Pölten der vergangenen Jahre. Es fehlte der letzte, entscheidende Schritt, um tatsächlich ganz vorne an zu klopfen.

Jetzt ist es höchste Zeit, dass Michael Ambichl Konstanz in seine Leistungen bringt. Dieser Faktor unterscheidet gute von mittelmäßigen Fußballern. Und – Ambichl zum Quadrat – hochgerechnet eben gute von mittelmäßigen Mannschaften.