Erstellt am 21. Mai 2016, 08:00

von Claus Stumpfer

"Antrittspunkt" hat entschieden. Claus Stumpfer über eine bewährte Regel, die auch kurios sein kann.

 Eine Meisterschaft wird bisweilen zwar erst in der letzten Runde entschieden und ein Abstieg besiegelt, verloren hat sie das betroffene Team aber immer schon früher. Auch die Traisener Tischtennis-Cracks müssen sich bei der eigenen Nase fassen, dass sie heuer eine Etage tiefer steigen, obwohl ihnen die Neulengbacher in der letzten Runde gegen Markgraf-Neusiedl überraschend Schützenhilfe geleistet hätten.

Mit dem 6:3-Erfolg des Fixabsteigers war nämlich nicht mehr zu rechnen, doch die Truppe aus dem Wienerwald zeigte Sportsgeist. Torsten Kollnberger und Co wollten sich würdevoll aus der Landesliga verabschieden und das gelang eindrucksvoll.

In die Oberliga nehmen sie trotz des Erfolgs nun aber Traisen mit, und das ist schon kurios, weil dem System im Tischtennis geschuldet, wonach man allein fürs Antreten einen Punkt erhält. So konnte Markgraf-Neusiedl trotz der Niederlage, die in der letzten Runde spielfreien Traisener, überholen. Der Klassenerhalt ist nicht unverdient, alle Teams hatten gleich viele Spiele und bekamen dieselbe Anzahl an „Antrittspunkten“. Die wurden eingeführt, damit im Finish die Teams, für die es um nichts mehr geht, nicht einfach w.o. geben, und damit die Meisterschaft verfälschen. Diese Regel hat sich übrigens trotz allem sehr bewährt.