Erstellt am 24. Mai 2016, 05:04

von Wolfgang Wallner

Die Admira lässt grüßen. Wolfgang Wallner über Neulengbach im Frauen-Cupfinale.

Mit der Rolle des David im Cup-Duell mit Goliath müssen sich die Neulengbacherinnen erst abfinden. Das Selbstverständnis des Serienmeisters ist ein anderes. Doch im vergangenen Sommer hat sich vieles gewandelt. Dass Neulengbach als zweite oder dritte Kraft noch immer vorne mitmischt, ist ein Erfolg. Genauso wie der Einzug ins Cupfinale. Und so wie bei den Männern keiner den Titel von der Admira verlangt hat, konnte auch in Neulengbach ins Endspiel gehen.

Nur schlugen sich die Gstöttner-Girls weitaus besser als die Admiraner. Sie forderten „Goliath“, brachten den Favoriten ins Wanken. In einem starken Finale zog man nur knapp den Kürzeren. Und kann nun erhobenen Hauptes ins Saisonfinale gehen.

Das Mittelfeld des NÖSV gehört zum Feinsten, was der österreichische Frauenfußball zu bieten hat. Neulengbach kann mittlerweile jedem weh tun.

Im Wienerwald hat sich etwas entwickelt. Der Kern der Mannschaft ist 17, 18 Jahre jung. Und hat die Zukunft somit erst vor sich. Was das Team braucht, ist Geduld und Kontinuität. Und mittelfristig die internationale Perspektive, um Top-Talente bei der Stange zu halten. Die Admira lässt grüßen. Und ein gar so schlechtes Vorbild sind die Talenteschmiede aus der Südstadt nun wieder nicht.