Erstellt am 03. November 2015, 12:22

von Wolfgang Wallner

Eichgraben hat alle Zeit der Welt. Wolfgang Wallner über Fritz Jankas Abgang in Eichgraben

Eine Runde vor Schluss das Handtuch werfen? Das kommt auch im schnellebigen Trainergeschäft nur selten vor. Dennoch hat Eichgrabens Fritz Janka diesen Schritt gewagt. Der Zeitpunkt mag ärgerlich sein. Den Eichgrabenern bleibt der Trost, dass sie nun alle Zeit der Welt haben, sich neu aufzustellen.

Mit Jankas Rückzug wurde erst in der Winterpause gerechnet. Doch der Coach entschied sich für „mehr Lebensqualität“ und gegen das Weiterwursteln. Denn diese Saison war ohnehin verfahren, vom angepeilten Titel war der Klub meilenweit entfernt. Jankas Schritt ist zu respektieren. Schließlich hat der Trainer über Jahre eine durchaus erfolgreiche Mannschaft aufgebaut. Und hätte nur zu gerne die Früchte geerntet.

Nun wird das Team wohl ein neues Gesicht bekommen – nicht bloß, weil ein Neuer auf der Bank sitzen wird. Janka hatte gute Kontakte nach Wien, lotste immer wieder gute Kicker aus der Bundeshauptstadt in den Wienerwald. Gut möglich, dass mit dem Trainer auch einige seiner Schützlinge die Koffer packen.

Die Eichgrabener Vereinsführung muss sich klar werden, wohin sie will. Und sie sollte sich die Zeit nehmen, den passenden Trainer für die Klubphilosophie zu finden. Mit Janka gelang ja schon einmal ein guter Griff.