Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:47

von Wolfgang Wallner

Ein Verein, zwei Welten. Wolfgang Wallner über die Lage beim SV Neulengbach.

Unterschiedlicher könnte die Gemütslage in Neulengbach nicht sein. Während die Fußballfrauen trotz des Totalumbaus, trotz eines turbulenten Trainerherbstes noch alle Chancen auf die Champions League haben, leuchtet bei der Herren der Schöpfung die rote Laterne. In Mank setzte es die nächste Abfuhr. Schon zuvor hatte Neo-Trainer Neven Mrdalj festgestellt, dass die Qualitätsdecke im Team zu dünn ist.

Dass die Saison aus Neulengbacher Sicht schwer werden würde, war allen klar. Durch die umfassende Sanierung des Wienerwaldstadions galt’s einen Herbst in der Fremde zu überstehen. Schon finanziell eine Herausforderung, aber auch sportlich – zu groß offenbar für die Kicker. Der Mittelständler der Vorsaison geriet in eine Abwärtsspirale, aus der es nur schwer ein Entrinnen gibt. Auch der körperliche Zustand der Truppe gibt Anlass zur Besorgnis. Ohne echte Verstärkungen wird der Gang in die 2. Klasse kaum zu vermeiden sein.

Ganz anders fälllt die Zwischenbilanz bei den Ladies aus. Im Frühjahr stand ein dickes Fragezeichen hinter dem Fortbestand, im Sommer ein ebensolches hinter dem Kader. Eine neue Truppe musste her. Blutjung und heiß auf die Bundesliga. Das hat sich bezahlt gemacht. Neulengbach bleibt eine Fixgröße im Frauenfußball.