Erstellt am 16. Februar 2016, 05:59

von Renate Hinterndorfer

Eine heikle Angelegenheit. Renate Hinterndorfer über einen Vorfall in Eichgraben.

Das Gerücht einer versuchten Vergewaltigung sorgte für Aufruhr in Eichgraben: Eine Frau hatte gepostet, dass zwei Männer – vermutet wurde, dass es sich um Afghanen oder Syrer handle – ihre 62-jährige Bekannte angegriffen und versucht hätten sie zu vergewaltigen. Nur durch ihre beherzte Verteidigung und den Schutz ihres Hundes sei nichts passiert.

Die Wogen gingen hoch, nicht nur im Internet, auch in der wirklichen Welt. Auf der einen Seite werden die Frauen als hetzende Lügnerinnen dargestellt, auf der anderen Seite wird gemunkelt, dass man den Vorfall vertuschen wolle.

Tatsache ist, dass keine versuchte Vergewaltigung angezeigt wurde. Die Frau dürfte sich belästigt oder bedroht gefühlt haben.

„Die Ängste in der Bevölkerung wachsen“, sagt eine Eichgrabenerin. Dabei hat man sich gerade in Eichgraben bisher sehr erfolgreich um die Integration von Flüchtlingen bemüht. Aber es können halt auch Probleme auftauchen. Und die darf man weder aufbauschen noch leugnen.