Erstellt am 12. April 2016, 05:14

von Renate Hinterndorfer

Einmal ist der Ofen aus. Renate Hinterndorfer über die Schließung des Flüchtlingsheims.

Viele sind stolz auf das, was im sozialen Bereich in Innermanzing passiert: Da gibt es nicht nur das Projekt "Jugend am Werk", in dem Menschen mit besonderen Bedürfnissen Arbeit und Wohnung haben, da gibt es auch eine Flüchtlingsunterkunft: Seit Jahren werden im Gasthaus Hellmuth Schutzsuchende aus aller Herren Länder versorgt. Doch damit ist es bald vorbei: Die Betreiberin Sabine Nitzbon hat sich entschieden, den Vertrag zu kündigen. Ende September wird die Flüchtlingsunterkunft also Geschichte sein.

Dass es nicht einfach ist, so ein Projekt über so viele Jahre zu führen und dass man irgendwann genug davon hat, ist logisch. Dabei hat die Flüchtlingsbetreuung gut funktioniert, Menschen aus dem Ort und aus der Region haben sich ehrenamtlich engagiert und Vieles auf die Beine gestellt, angefangen von Deutschkursen bis hin zum Café International. Aber bei so einem Projekt gibt es auch Probleme, Reibereien, negative Stimmen in der Bevölkerung. Und darum scheint es unwahrscheinlich, dass sich die Gemeinde wegen einer neuen Unterkunft sehr ins Zeug legt.