Erstellt am 31. Mai 2016, 05:04

von Renate Hinterndorfer

Entscheidung ist gefallen. Renate Hinterndorfer über Änderungen in der Raumordnung.

In Neulengbach sind Bürger auf die Barrikaden gegangen: Grund dafür ist ein großes Wohnprojekt in einer kleinen Sackgasse. Drei Wohnhäuser mit 29 Wohneinheiten sind geplant, dazu kommen noch 44 Parkplätze. 71 Anrainer haben dagegen protestiert.

Die Stadtgemeinde steigt jetzt auf die Bremse: Großvolumiger Wohnbau soll in Neulengbach nicht überhandnehmen. Es wurde ein Plan erarbeitet, wo große Wohnhäuser errichtet werden dürfen und wo es Beschränkungen auf zwei oder drei Wohneinheiten gibt.

Die Siedlungsstruktur soll erhalten bleiben, betont der zuständige Stadtrat Alois Heiss. Überall wolle und könne man aber Großprojekte nicht verhindern, etwa in Zentrumsnähe oder an den größeren Verkehrsrouten.

Dass mit der neuen Raumordnung nicht alle Bürger glücklich sind, ist den Gemeindepolitikern klar. Den einen gehen die Einschränkungen zu weit, andere wollen noch mehr Beschränkungen. Aber wenn es bei über 2400 Grundstücken 31 Stellungnahmen gibt, dann kann die Entscheidung der Stadt nicht so schlecht sein.