Erstellt am 19. April 2016, 05:34

von Wolfgang Wallner

Glück ist keine Kategorie. Wolfgang Wallner über Dusel Marke St. Pölten.

Eine Partie zu gewinnen, in der man in Minute eins Rot kassiert. Drei Punkte einzufahren, wenn der Gegner in der Schlussminute drei "Tausender" vorfindet.Das ist der Stoff aus dem Meisterträume gewebt werden. Klar: St. Pölten hatte genug Dusel in den letzten Runden. Doch Glück ist letztlich keine Kategorie, sondern auch Zeichen für Qualität.

So waren die drei Punkte in Salzburg nicht „geschenkt“, sondern hart erarbeitet. Kein reines Glück, sondern die Früchte konsequenter Arbeit bei den Standards. Eine einstudierte Aktion, die auch im Ernstfall geklappt hat, spricht für die Akribie, mit der Karl Daxbacher und sein Trainerteam arbeiten.

Glanz und Gloria darf sich in Österreichs zweithöchster Spielklasse keiner erwarten. Dass die Topteams aber durchaus Bundesliga-Niveau haben, beweisen die Aufsteiger der letzten Jahre. St. Pölten ist auf einem guten Weg. Ob er zum Happy End führt, wird wohl das direkte Duell weisen. Gegen den LASK muss das Kollektiv den Ausschlag geben, denn individuell sind die Linzer wohl über die Wölfe zu stellen.

Stärker besetzt ist auch Cup-Gegner Admira. St. Pölten ist trotzdem alles zuzutrauen. Denn das Glück kommt dem Tüchtigen zuhilfe...