Erstellt am 19. Juli 2016, 05:33

von Renate Hinterndorfer

Dem Attentat entkommen. Renate Hinterndorfer über den Anschlag in Nizza.

Der Schreck sitzt Conny Schlemmer wohl noch in den Knochen. Die junge Neulengbacherin genießt ihren Urlaub an der schönen Cote d’Azur, feiert so wie tausende andere Menschen auch den französischen Nationalfeiertag, bewundert das Feuerwerk – und dann das böse Erwachen: Ein Attentäter fährt mit einem riesigen Lkw durch die feiernde Menschenmenge. Über 80 Personen sterben. Die Neulengbacherin und ihr Freund sind zwar ganz nah am Ort des Geschehens, kommen zum Glück aber nicht zu Schaden.

Ob es sich bei der Wahnsinnstat tatsächlich um eine Aktion der Terrororganisation „Islamischer Staat“ gehandelt hat ist noch nicht ganz klar.

Klar ist eines: Terroranschläge werden immer häufiger, und es wird nie gelingen, solche Taten zu verhindern – so viele Polizisten können gar nicht auf den Straßen sein, so viele Kontrollen kann es gar nicht geben, um sowas zu unterbinden. Für die junge Neulengbacherin ist aber eines auch klar: Sie wird trotzdem zu Veranstaltungen gehen. Denn daheim sitzen, vor lauter Angst vor einem Unglück, ist auch keine Lösung.