Erstellt am 05. Juli 2016, 05:18

von Renate Hinterndorfer

Einmischung zwecklos. Renate Hinterndorfer über einen Antrag im Neulengbacher Gemeinderat.

Die Kündigungen bei Rehau sind ein schwerer Schlag für die Betroffenen.

Ursprünglich war die Rede von 61 Menschen, die den Job verlieren, jetzt sind es 56. Seitens Rehau wird betont, dass alle betroffenen Mitarbeiter einer einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses und somit dem Angebot im Sozialplan zugestimmt haben.

Im Gemeinderat sorgte ein Dringlichkeitsantrag zu dem Thema für einigen Diskussionsstoff: Die SPÖ kritisierte den einseitig festgelegten Sozialplan von Rehau und forderte, dass sich der Gemeinderat für die Errichtung eines Betriebsrats aussprechen soll. Man wolle die Mitarbeiter aufrütteln, sich zu überlegen, ob sie sich nicht doch organisieren wollen.

Der Antrag von SP-Seite wurde im Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt. Und das ist vernünftig. Der Antrag mag gut gemeint gewesen sein. Aber dass er gut angekommen und den Rehau-Mitarbeitern geholfen hätte, darf bezweifelt werden. Eine Stadtgemeinde kann sich nicht in Interna eines Unternehmens einmischen. Das bringt nichts, außer ein schlechtes Klima.