Erstellt am 28. Juni 2016, 05:45

von Renate Hinterndorfer

Kein Platz in der Gemeinde. Renate Hinterndorfer über eine Absage in Neulengbach.

Etwa 170 Asylwerber haben in Neulengbach Aufnahme gefunden. Weitere Flüchtlinge sollen nicht kommen. Die große Zahl der Ausländer zu integrieren sei bereits Herausforderung genug, so das – durchaus nachvollziehbare – Argument der Gemeindeverantwortlichen.

Nicht ganz nachvollziehbar ist, was gerade rund um das Thema Deutschkurse für Asylwerber gelaufen ist. Ursula Fischer engagiert sich als Privatperson für Ausländer und stellt in ihrem Haus zweimal pro Woche Räumlichkeiten zum Abhalten von Deutschkursen für Flüchtlingskinder zur Verfügung. Für einen dritten Termin für Erwachsene hätte sie sich über den Sommer Unterstützung der Stadtgemeinde gewünscht. Und ist abgeblitzt.

Im Rathaus ist aufgrund der Umbauarbeiten kein Platz, das ist einleuchtend. Nicht einleuchtend ist, dass die Gemeinde nicht irgendwo anders ein Platzerl mit einem Tisch und ein paar Sesseln zur Verfügung stellen kann oder will, etwa im Lengenbacher Saal oder im alten Rathaus. Das wäre ein kleiner, netter Beitrag der Stadt zur Integration gewesen.