Erstellt am 16. Mai 2017, 04:51

von Renate Hinterndorfer

Schließung beschlossen. Renate Hinterndorfer über das Flüchtlingsheim in Neulengbach.

Freitagnachmittag, blauer Himmel, Sonnenschein. Ein paar Flüchtlingskinder spielen im Garten der Neulengbacher Kaserne, zwei Bewohner kommen gerade heim, winken und grüßen freundlich.

Ein paar Wochen noch, dann ist die Asylunterkunft in der Stadtgemeinde Geschichte. Die Diakonie stellt den Betrieb Ende August ein, denn der Bedarf an Grundversorgungsplätzen sinkt.

Dass das Projekt unter einem richtig guten Stern gestanden ist, kann man nicht behaupten. Teile der Bevölkerung standen der Unterkunft von Anfang an mit Ablehnung oder Skepsis gegenüber. Die Gemeinde war immer wieder mit Beschwerden konfrontiert, die Zusammenarbeit mit dem Diakonie-Flüchtlingsdienst verlief nicht optimal.

Aber eines hat sich gezeigt: Dass es in Neulengbach viele Menschen gibt, denen das Schicksal anderer nicht egal ist. Sie haben sich auf verschiedenste Weise bemüht, den Ankömmlingen ein bisschen „Heimat“ zu geben. Lobende Worte dafür kommen von der Gemeinde und der Diakonie. Das Lob ist mehr als verdient.